DGzRS Seenotrettungskreuzer

Die BERLIN – Seenotretter der DGzRS in Laboe

Seenotrettungskreuzer

Sehr beliebtes Fotomotiv ist in Laboe der Seenotkreuzer BERLIN und das Seenotrettungsboot BOTTSAND der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

1985 löste dieser Seenotkreuzer die THEODOR HEUSS ab, die 1957 in Anwesenheit des Bundespräsidenten Theodor Heuss getauft wurde und von 1963 bis 1985 in Laboe stationiert war. Seit der Außerdienststellung ist die THEODOR HEUSS im Deutschen Museum in München zu besichtigen.

Besatzung

Die Besatzung der BERLIN besteht aus acht Mann. Im 14-tägigen Wechsel versehen vier Mann „rund um die Uhr“ an Bord ihren Dienst. Die jeweils diensthabende Crew setzt sich  aus dem Kapitän, der in der Tradition der DGzRS als „Vormann“ bezeichnet wird, sowie zwei weiteren Rettungsmännern und einem Maschinisten zusammen.

Die Kollegen gehen derweil in die sogenannte „Freiwache“ und fahren zu ihren Familien. Alle Rettungsmänner sind für den Einsatzfall - neben der üblichen Seemannschaft - auch ausgebildet für eine medizinische Erstversorgung.

Berlin und Steppke

In der Saison 2010 hat der NDR eine Saison lang die Crew der BERLIN bei ihrer Arbeit begleitet und eine sehr eindrucksvolle Dokumentation über die Arbeit der professionellen Seenotretter und ihrer ehrenamtlichen Kollegen zusammengestellt.

Die Arbeit der DGzRS weckt bei vielen Urlaubern großes Interesse. Deshalb findet für Urlaubsgäste ein Mal im Monat in der Lesehalle ein Vortrag über die Arbeit der Seenotretter statt. Im Anschluss lädt der Vormann die Teilnehmer zur Besichtigung des Seenotkreuzers ein, wobei die SAR-dienstliche Relevanz natürlich stets Vorrang hat.

Auch an maritimen Veranstaltungen wie den Dorschtagen oder dem Hafengeburtstag beteiligen sich die Seenotretter mit einem Open Ship. Höhepunkt ist der alljährliche „Tag der Seenotretter“, der stets am letzten Sonntag im Juli statt findet. Informationen „rund um das Seenotrettungswerk“ und umfangreiche SAR-Demonstrationen erlauben den Besuchern an diesem Tag einen kleinen Einblick in die Aufgabenstellung der Rettungsmänner.



Geschichte

Die Geschichte der DGzRS in Laboe spiegelt sich aber nicht nur anhand der Rettungs-einheiten im Hafen wieder. Drei Rettungsschuppen zeugen von einer langen Tradition der DGzRS in Laboe. Der erste Rettungsschuppen von 1894 befindet sich auf der Rückseite des Hafenpavillons (Ecke Strandstraße). Wie der erste steht auch der zweite Rettungsschuppen an der Hafenstraße unter Denkmalschutz. Diese historischen Rettungsschuppen befinden sich jedoch nicht mehr im Besitz der DGzRS.

In unmittelbarer Nachbarschaft steht nun das aktuelle DGzRS-Stationsgebäude (Rettungsschuppen), das neben Mannschafts- und Schulungsräumen auch über ein Materialmagazin für Sicherheitsausrüstungen und Ersatzteile verfügt. In der großen Halle können kleinere Reparaturarbeiten durchgeführt werden.

Die DGzRS wurde nach etlichen Schiffskatastrophen 1865 zur Rettung Schiffbrüchiger in Kiel gegründet. Sie finanziert sich ausschließlich durch Spenden und arbeitet politisch unabhängig. Im Bereich der Nord- und Ostsee sind auf 54 Stationen 61 Rettungseinheiten im Einsatz. Seit 2012 befindet sich auch das DGzRS-Informationszentrum Nord in Laboe. Leiter ist Jörg Ahrend, der im Bereich Schleswig-Holstein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Weitere Informationen:

Weitere Informationen über die Arbeit der Seenotretter finden Sie hier, Termine für die Vorträge und die Open Ship Führungen erfragen Sie unter folgender Adresse oder in der Tourist-Information.

Kontakt

Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS)
Informationszentrum Nord
Hafenstraße 4
24235 Laboe

Tel. 04343/ 42 42 644
Fax. 04343/ 42 42 680
infozentrum-sh@seenotretter.de
www.seenotretter.de