Laboer DRK mit neuem Konzept

Ute Ulrich, seit 25 Jahren Vorsitzende des DRK-Ortsvereins, wird die Amtsgeschäfte an Jan-Hendrik Köhler-Arp übergeben

 

Laboe. Frischer Wind weht im DRK-Ortsverein Laboe. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Sonnabend stellten die Ortsvorsitzende Ute Ulrich und ihr designierter Nachfolger Jan-Hendrik Köhler-Arp im Beisein des DRK-Landesvorstandes vor rund 30 Mitgliedern ein Umstrukturierungskonzept vor, das einstimmig begrüßt wurde. Von Astrid Schmidt Dazu gehören eine Reihe von Veränderungen. Ein Punkt: die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge zum 1. Februar. Statt bisher 19 Euro werden jetzt 36 Euro im Jahr fällig. Um diese Maßnahme komme man nicht herum, so Köhler-Arp. Außerdem werde der Ortsverein seine Aufgaben verändern. Ein Schwerpunkt dabei ist die aus eigenen Mitteln erbaute Kleiderkammer im Hafenspeicher. „Wir wollen die Kleiderkammer auf einen zeitgemäßen Stand bringen und das Konzept der DRKShops umsetzen“, erklärte Köhler-Arp. Klar sei, dass noch in diesem Jahr die Räume im Hafenspeicher frei gemacht werden sollen. Derzeit fehle es für den Shop allerdings noch an der geeigneten Immobilie. Dort sollen dann Kleidung, Rollstühle, Kinderwagen und ähnliche Utensilien sowie Haushaltsgegenstände zu einem flexibel zu gestaltenden Obolus erworben werden. Zu den veränderten Aufgabenfeldern zählte Torsten Geerdts vom DRK-Landesverband auch den Bereich Pflege, beispielsweise feste Besuchsdienste im Seniorenheim und die Flüchtlingshilfe. „Wir wollen künftig stärker über Themen neue Mitglieder gewinnen“, kündigte Geerdts an. Auslöser für die Veränderungen ist die finanzielle Schieflage des Ortsvereins, die durch einen Laboer Steuerberater verursacht worden war, dem Untreue vorgeworfen wird. Das benötigte Geld war zum großen Teil durch eigene Mittel (Spenden, Autoverkauf) und einen Kredit (Bürgschaft des Landesverbandes) aufgetrieben worden. „Die Mitglieder selbst haben sich sehr für den Ortsverein eingesetzt, teilweise wurden vierstellige Summen gespendet“, berichtete Ute Ulrich. Sie sei sehr zufrieden mit der Entwicklung und trete nun nach 25 Jahren in der Jahreshauptversammlung im März von ihrem Amt zurück“, sagte die 74-Jährige. Sie wisse die Aufgaben bei Jan-Hendrik Köhler- Arp in guten Händen. Besonders „glücklich“ sei sie darüber, dass sie von den Mitgliedern eine einmütige Zustimmung erhalten habe. Köhler-Arp hatte sich während der Ortsvereinskrise bei der Lösungssuche engagiert. Er kündigte eine Reihe von Benefizveranstaltungen an, um weiter Geld für den Ortsverein zu sammeln. Das Finanzloch ist zunächst nur gestopft, die Fremdmittel müssen auch zurückfließen. Eine Gala mit Essen und Musik am 21. Februar, ein plattdeutscher Abend am 17. April zählen dazu. Vier Bands haben Konzerte zugesagt.

Quelle: Kieler Nachrichten

 

 

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