Viererteam plant Hilfe für Flüchtlinge

Flüchtllingshilfe in Laboe hat ein Gesicht (von links): Walter Kreft, Claudia Bern und Kai Rönnau, Sprecher der Gruppe, übernehmen die Koordination der Hilfen. Heidrun Stenvers fehlt auf dem Foto. (Foto Schmidt)

 

Laboe. Die Flüchtlingshilfe in Laboe wird von einem Viererteam koordiniert und organisiert. Im Gespräch mit unserer Zeitung stellten Kai Rönnau, Sprecher der Gruppe, Claudia Bern, verantwortlich für die Netzwerkarbeit, und Walter Kreft, Behördenlotse, den Stand ihrer Arbeit und das weitere Vorgehen vor. Vierte im Bunde ist Heidrun Stenvers. Von Astrid Schmidt

Die große Hilfsbereitschaft, die sich beim ersten Runden Tisch zum Thema Flüchtlingshilfe gezeigt hatte, habe sich auch im Nachhinein bestätigt. „In vielen Gesprächen haben wir durchweg positive Resonanz erhalten“, sagte Kai Rönnau. Rund 60 Namen von Privatpersonen, Organisationen und Vereinen haben sie auf ihrer Liste stehen. Die, so Rönnau weiter, würden nun thematisch geordnet. „Viele Menschen wollen Fernsehgeräte, Stühle oder Fahrräder spenden, andere aber auch Geld“, erzählte Claudia Bern. Da es aber kein Lager oder Ähnliches gebe, könne man die Angebote lediglich sammeln und im Falle des Bedarfes den Kontakt herstellen. „Wir sehen uns da als Vermittler“, erklärte Bern. Den Schwerpunkt „Behörden- Angelegenheiten“ hat sich Walter Kreft auf die Fahne geschrieben. „Die Menschen bekommen Post, müssen Anträge schreiben und kennen sich nicht aus. Da sehe ich meine Aufgabe zu helfen“, erläuterte Kreft. Auch wolle er, ehemaliger Datenschutzbeauftragter der Landeshauptstadt Kiel, zunächst einmal prüfen, welche Daten die ehrenamtlich arbeitenden Helfer vom Amt überhaupt übermittelt bekommen dürfen. Das Team wolle sich mit anderen Flüchtlingshelfern in den Nachbargemeinden wie Schönberg und Probsteierhagen austauschen. „Wir müssen das Rad nicht neu erfinden und können von anderen Erfahrungen profitieren“, so Bern. Problematisch sei nach wie vor trotz aktiver Sprachpaten der Volkshochschule die Verständigung. „Wir suchen Menschen, die eventuell Kurdisch sprechen“, nannte Bern ein Beispiel. Wichtig für die Gruppe: „Die Laboer können nun mit dem Thema Flüchtlingshilfe auch Namen verbinden. Sie können uns anrufen, auch bei Fragen und Nöten“, erklärte Kai Rönnau. Besonders erfreulich sei es für ihn, dass sich Laboer unabhängig von ihrer politischen Gesinnung zusammenfinden, um Menschen in Not zu helfen.

Wer Anregungen, Fragen oder Hilfsangebote hat, kann sich an Kai Rönnau wenden, Tel. 04343/ 424320

 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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