Jahreskarte fürs Schwimmbad?

Laboe. Für die Laboer Meerwasserschwimmhalle soll es künftig eine Sonderjahreskarte geben. Diesem Antrag der Grünen-Fraktion folgte am Mittwoch die Mehrheit der Mitglieder des Werkausschusses Hafen, Tourismus, Schwimmhalle. Abschließend entscheiden die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Mittwoch, 25. Februar, 19 Uhr, in der Grundschule über die Einführung dieser Karte. Für einen Preis von 300 Euro soll ein Erwachsener ein Jahr lang mit allen der Familie angehörenden Kindern unter 14 Jahren das Schwimmbad nutzen können. Eine Partnerkarte (Ehepaare, Lebensgemeinschaften) kann für 150 Euro gelöst werden. Aktuell kostet die Monatskarte für einen Erwachsenen 35 Euro. Zurzeit verursacht die Halle ein jährliches Defizit in Höhe von etwa 500 000 Euro. „Die Sonderjahreskarte stellt ein außergewöhnlich attraktives Angebot für die Nutzer dar. Für die Gemeinde wäre sie eine kostenneutrale Möglichkeit, Mehreinnahmen zu erzeugen, um weitere Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung zu finanzieren“, erklärte Grünen-Chefin Inken Kuhn. Unterstützung gab‘s dafür von LWG und SPD. Mit acht zu drei Stimmen wurde der Antrag angenommen. CDU und Wir für Laboe sprachen sich dagegen aus. Grund: Dies bringe lediglich eine Verlagerung der Einnahmen, aber keine Mehreinnahmen. Kuhn appellierte an die Schwimmhallenbefürworter in Laboe und im Umland. „Wir brauchen nicht nur Engagement, sondern auch Mehreinnahmen. Wenn nur 40 Prozent der Befürworter eine Sonderjahreskarte kaufen, geht die Rechnung auf“, so die Fraktionsvorsitzende. Gemeinsam mit dem Förderverein Pro Meerwasserschwimmhalle soll für die Karte geworben werden. Die Idee, die durch die Jahreskarte generierten Einnahmen zweckgebunden für den Einbau der auf dem Bauhof gelagerten Umkleiden zu verwenden, wurde verworfen. Laboe ist nicht mehr als Außenstandort der Landeswassergartenschau 2020 vorgesehen. Darüber informierte Bürgermeister Walter Riecken auf Nachfrage des Bürgers Detlef Boje. Dieser äußerte sein Bedauern darüber, denn die Teilnahme an einer solchen Veranstaltung hätte für Laboe positive Auswirkungen, betonte er. Riecken erklärte, er habe sein Veto eingelegt, aber die Landeshauptstadt Kiel sei Hauptakteur und habe ihr Konzept geändert. Der Wirtschaftsplan 2015 fand mehrheitlich die Zustimmung der Ausschussmitglieder. CDU und Wir für Laboe lehnten den Entwurf ab. Die CDU konnte sich mit ihrem Vorstoß, die Einnahmen durch die Anhebung von Gebühren für die Kurabgabe und die Schwimmhalleneintritte sowie von den Strandbenutzungsgebühren und den Hafenliegegebühren nicht durchsetzen. Riecken wies darauf hin, dass alle Positionen bereits in jüngster Vergangenheit regelmäßig angehoben worden seien. „Wir müssen uns auch am Markt behaupten“, sagte er. Asc
Quelle: Kieler Nachirchten

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