Laboer sorgen sich wegen Baumfällungen

Ein kapitaler Baum mit einem rotten Stamm: Viele Laboer fragten sich, ob die derzeitigen Fällungen rechtens sind. Foto:Stoltenberg

Laboe (pst) Wenn es Frühling wird, heulen vielerorts die Motorsägen. So auch auf dem Gelände der Schule, als eine kapitale Kastanie gefällt wurde. Nicht nur Privatleute, sondern auch die Arbeiter vom Bauhof der Gemeinde nehmen noch fristgerecht vor dem 15. März Baumfällungen vor. Besorgte Bürger fragten sich, ob das alles so rechtens ist und wandten sich auch an die Grünen. „In den letzten Wochen erhielten wir mehrere Anfragen von besorgten Laboern, ob bezüglich der Baumfällungen alles mit rechten Dingen zugeht“, so Inken Kuhn, Fraktionsvorsitzende der Grünen in Laboe. Und: „Gerade wenn es sich um so große, auffällige Bäume handelt wie kürzlich bei einer Kastanie auf dem Schulgelände. Eine bessere Information der Öffentlichkeit wäre wünschenswert“, so Kuhn weiter. Da es für das Gebiet der Gemeinde Laboe eine Baumschutzsatzung gibt, dürfen Bäume ab einer gewissen Größe nur unter bestimmten Bedingungen gefällt werden. Wird dem Antrag auf Fällung zugestimmt, muss in der Regel ein Ersatzbaum gepflanzt werden. Das gilt sowohl für Bäume auf privaten wie auch öffentlichen Flächen. Ausgenommen sind hierbei Waldflächen. „Die Nachfrage bei der Gemeinde im Fall der Kastanie ergab, dass ein Fachmann des Umweltamtes des Kreises den Baum nicht mehr als verkehrssicher eingestuft hat. Wir werden uns dafür einsetzen, dass ein entsprechender Ausgleich erfolgt“, kündigte Inken Kuhn an. Und: „Auch für die im Zuge der Umbaumaßnahmen gefällten Bäume im Rosengarten sind noch Ersatzpflanzungen zu leisten.“ Schwierig dürfte sich allerdings die Suche nach geeigneten Standorten für die Ersatzpflanzungen gestalten. So wird sich der ULE-Ausschuss im März auf Antrag der Grünen mit dem Thema beschäftigen.

Quelle: Probsteier Herold

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