Kein Mangel an Fisch

Freuen sich auf das Angeln bei besten Bedingungen (von links): Andreas Mayenschein, Jörg Östreich, und Susanne Wendenburg. Die drei gehören seit vielen Jahren zu den Aktiven und sind echte Dorschtage-Fans. Foto: Schmidt

Laboe. Ausflügler hätte das Wetter gestern in Laboe nicht begeistert. Doch den 150 Anglern, die bei den 16. Laboer Dorschtagen zu ihren Hochseeangeltouren starten, ging das anders. 

Sie waren bester Stimmung, zeigten sich „zufrieden“ mit den Bedingungen und hofften auf viele und vor allem große Dorsche. Dennoch war die Stimmung zur Eröffnung am Donnerstagabend getrübt. Angler und Gäste gedachten in einer Schweigeminute der Opfer der Flugzeugkatastrophe, des verstorbenen Bürgermeisters Walter Riecken und des am selben Tag verstorbenen Kutterkapitäns Gunther Fischer. „Fisch ist genug da“, sagte Jörg Östreich aus Hohenlockstedt. Das habe er mit fünf anderen Anglern der Mannschaft „Kutterboard“ schon einmal getestet. Denn die hatte 2014 den Mannschaftswettbewerb gewonnen und konnte damit auf Extrafahrt gehen. „Mit sechs Leuten haben wir 150 Fische gefangen“, erzählt Andreas Mayenschein. Das sei ein gutes Zeichen dafür, dass auch die nächsten Touren erfolgreich werden. Auch Susanne Wendenburg ist passionierte Hochseeanglerin und liebt die Dorschtage. „Man trifft alle Leute vom vergangenen Jahr wieder, es macht immer viel Spaß“, sagt sie. Und vielleicht, so hofft sie, wird sie diesmal Dorschkönigin. Zumindest sei sie mit dem ihr zugelosten Platz auf dem Angelkutter „Rügenland“ zufrieden. Sowohl über das Schiff als auch den Platz an Bord entscheidet das Los. Eine Sonderregelung durften die 34 Mitglieder des Angelklubs Sontheim genießen. Sie seien Stammgäste und konnten alle gemeinsam auf dem Kutter „Blauort“ ihren Angelplatz beziehen, wie Norbert Ullrich voller Vorfreude berichtet. Erstmals dabei ist der Angelkutter „Wiking“ aus Möltenort. Er sollte eigentlich der vierte Kutter sein, erklärte Organisatorin Angela Vöge. Doch dann: „Sechs Tage vor der Veranstaltung fiel der Kutter aus, und trotz aller Anstrengungen gelang es mir nicht, in so kurzer Zeit Ersatz zu finden“, berichtet Vöge. Erstmals in den 16 Jahren habe sie 47 bereits angemeldeten Anglern absagen müssen. Die Dorschtage laufen noch bis morgen. Ein Höhepunkt ist das öffentliche Messen und Wiegen im Hafen (heute gegen 16 Uhr). Der größte Fang beschert seinem Besitzer den Titel „Dorschkönig 2015“, der abends im Festzelt verliehen wird. Morgen ab 13 Uhr gibt es dort eine Kochshow, ab 14 Uhr zeigen die Seenotretter ihr Können. Mit Shantys von Luv und Lee klingt die Veranstaltung aus.  

 

 

Quelle: Kieler Nachrichten

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