Künstler engagieren sich für das DRK Laboe

Klaus Laukat (von links) und Traute Steffen von den Laboer Lachmöwen überreichten 1500 Euro an Ute Ulrich und Jan-Hendrik Köhler- Arp vom DRK. Auch die Erzieherinnen Ute Blochwitz und Tanja Kurkutsch (hinten von links) freuen sich, ...

Laboe. Der DRK-Ortsverein Laboe ist noch nicht heraus aus seiner Krise. „Auch wenn derzeit alles rund läuft, werden nach wie vor Spenden gebraucht, um nicht im Laufe des Jahres in Finanzierungsprobleme zu geraten“, sagt der designierte Ortsvorsitzende Jan-Hendrik Köhler- Arp. Wie berichtet, war der Ortsverein im Oktober 2014 aufgrund der Unterschlagung von Geldern durch seinen Laboer Steuerberater in finanzielle Schieflage geraten. Mit dem auf verschiedenen Konten angesammelten Vereinsvermögen (rund 75 000 Euro) konnte das Loch nicht gestopft werden. Die Gehälter der rund 20 Angestellten standen auf der Kippe. Gemeinsam mit Gemeinde, Banken und dem DRK-Landesverband, der schließlich für den Ortsverein bürgte, konnte das benötigte Geld aufgetrieben werden. „Wir sind sicher, dass die Versicherung den Schaden ausgleichen wird, die Frage ist nur, wann sie es tut“, erklärte Köhler-Arp im KN-Gespräch. Eine erste Gerichtsverhandlung in der Sache hat es inzwischen gegeben, das Hauptverfahren steht noch aus. Köhler-Arp bemüht sich unterdessen weiter, Spendenaktionen und Benefizveranstaltungen zu organisieren sowie Künstler und Bürger dafür zu werben, sich in den Dienst des DRK zu stellen. So verzichteten „De Laboer Lachmöwen“ auf die Einnahmen aus ihrer letzten Vorstellung. „Für uns ist Helfen eine Selbstverständlichkeit, gerade wenn sich jemand ehrenamtlich so engagiert wie der DRK-Ortsverein und dann unverschuldet in Not gerät“, sagte Traute Steffen. Insgesamt sei die Solidarität im Ort groß, bestätigten auch die Erzieherinnen Tanja Kurkutsch und Ute Blochwitz. Ein Generationswechsel im Vorstand soll kommen, da sind sich alle Beteiligten einig. Allerdings verzögere sich eine Neuwahl. Köhler- Arp: „Die soll erst erfolgen, wenn die finanzielle Situation bereinigt ist. Wir wollen einen sauberen Neubeginn.“ asc

Quelle: Kieler Nachrichten

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