Wo der Piraten-Erdmann dann auch noch auf zwei Lästermöwen trifft

Die Laboer mögen ihre Urlauber. Trotzdem gibt es auch Fahnen, auf denen eine Möwe bekundet, den Touristen auf den Kopf k... zu wollen. Ihr Kumpel hält das für eine "geile Idee". Fotos Stoltenberg

Laboe (pst) Mit dem Frühling sind auch die Besucher und Urlauber in das Ostseebad eingezogen. Und die können Einiges erwarten, denn Laboe hält gerade in diesem Jahr einige Überraschungen für sie bereit. An allen Ecken blühen die Frühlingsboten wie Narzissen oder Krokusse und Stiefmütterchen. Ganz besonders und auch schon mal ganz schön drollig sind auch die Souvenirs, die die Besucher der Gemeinde Laboe erstehen können. 

Nach der gemeinsamen Dorfreinigungs- Aktion sind die Mitarbeiter des Bauhofs unterwegs, um Laboe auf Vordermann zu bringen. Und auch der Naturerlebnisraum ist mittlerweile aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Am Donnerstag, 23. April, und dem darauf folgenden Donnerstag können Besucher des Ostseebads aber auch Laboer unter sachkundiger Führung die Besonderheiten der Dünenlandschaft in Augenschein nehmen. Zu denen gehören auch exotische Gräser, die sich hier angesiedelt haben und seltene Tiere, die hier die eine oder andere längere Pause einlegen. Ein neues Wegeleitsystem weist den Besuchern den Weg und sorgt dafür, dass die Tiere möglichst nicht gestört werden. Die Laboer nutzen die sonnigen Tage, um sich, ihre Boote und den Strand auf den Besucheransturm vorzubereiten. Zwar können sich nur die hartnäckigsten unter den Schwimmern derzeit vorstellen, ein Bad in der Ostsee zu nehmen, aber alle Strandkörbe stehen schon für die ersten Sonnenbäder bereit. Wer möchte, kann für ein echtes Bad auf die Meerwasserschwimmhalle ausweichen. Und auch die Souvenirs warten schon auf neue Besitzer. Neben den beliebten maritimen Motiven wie Möwen, alten Seebären mit Pfeife und Buddelschiffen gibt es auch das eine oder andere Andenken für den ausgefallenen Geschmack. Immer wieder beliebt bei den Besuchern sind jene Muscheln, die garantiert nicht aus der Ostsee stammen. Und auch der Ton auf Ansichtskarten oder bunten Fahnen richtet sich eindeutig verstärkt an hartgesottene Urlauber mit einem möglichst stabilen Humor. Denn neben den immer wieder gerne genommenen Fahnen mit Laboe- oder Totenkopf-Motiven gibt es jetzt auch eine Fahne, auf der zwei Möwen von hinten zu sehen sind. Sagt die eine zu der anderen: „Lass uns Touristen auf den Kopf kacken“ und die andere: „Geile Idee.“ Aber schließlich bestimmt die Nachfrage auch das Angebot. Deshalb werden sich sicher auch Käufer finden, die despektierliche Sprüche nicht vom Geldausgeben abhalten. Typisch norddeutsch sind Schwarzbunte. Erdmännchen kann man hier eher überhaupt gar nicht in freier Wildbahn erleben. Nicht so im Ostseebad. Hier gibt es Keramik- Erdmännchen, die, als Pirat, mit Gewehr und diversen Messern bewaffnet sind. Was schon wieder irgendwie einen maritimen Bezug darstellt. Denn oftmals sieht man in Laboe auch Urlauber in recht abenteuerlicher Cowboy- oder Matrosen-„Kostümierung“ durch den Ort flanieren. Wem es unbedingt auf die Größe ankommt, der muss sich auch nicht mit einem Leuchtturm im Briefbeschwerer- Format begnügen. In manch einem Andenkenladen gibt es bereits mannshohe Nachbauten, die auf dem heimischen Plattenbaubalkon unübersehbar für maritime Atmosphäre sorgen. Wer ein besonderes Andenken haben möchte, kann eine Münze in einen „Automaten“ einwerfen und bekommt dafür eine Laboe- Medaille, die zu Hause garantiert irgendwann wieder verloren geht. Ob Räucherfisch, Fischbrötchen oder Fisch frisch vom Kutter-Genießer der maritimen Leckerbissen kommen hier an jeder Ecke auf ihre Kosten. So ausgestattet, kann man auf dem Laboer Sofa oder einer der nagelneuen schicken Bänke Platz nehmen, um das Spiel der Sonne auf dem Wasser im Hafenbecken zu beobachten. Oder man setzt sich auf ein „Spielgerät“ eines neuen Spielplatzes, den manche Hafenbesucher, insbesondere den vor dem Hafenpavillon immer noch mit Kunst im öffentlichen Raum verwechseln. An wenigen Stellen wird die Frühlingsidylle allerdings noch von vereinzelten kleinen Baustellen „gestört“. Das ändert sich allerdings am 2. Mai, wenn das Ostseebad offiziell seine neue Visitenkarte, das neu gestaltete Hafenumfeld und den nicht minder neu gestalteten Rosengarten einweiht. An diesem Tag werden sich auch Laboes Vereine und Verbände mit diversen Angeboten vorstellen. 

Quelle: Probsteier Herold

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