Über die Skaterbahn soll kein Gras wachsen

So sah die Anlage in ihren besten Zeiten aus: Im Zuge der Neugestaltung war sie abgebaut und auf dem Bauhof eingelagert worden. Doch die Einzelteile sind marode, sodass eine neue her sollte. Ob diese aufgebaut wird, steht derzeit noch nicht fest.

 

 

Laboe. Die Skaterbahn am Laboer Rosengarten ist mal wieder Gegenstand der Diskussion. Die stellvertretende Bürgermeisterin Wiebke Eschenlauer erklärte, es werde derzeit nach finanziellen Möglichkeiten gesucht, die Bahn wieder aufzubauen. Die Schüler der Grundschule Laboe stellten auf Anregung der Grünen-Fraktion vorsorglich ein Schild dort auf, wo in Zukunft eine neue Bahn aufgebaut werden soll. Das ist den meisten Gemeindevertretern nicht genug. Der Tenor lautet: „An diesem Standort muss es wieder eine Skaterbahn geben.“ Die Anlage sorgte bereits in den jüngsten Ausschüssen für Aufregung. Nachdem sie abgebaut und auf dem Bauhof eingelagert worden war, stellte sich im Zuge der Arbeiten für den neuen Rosengarten heraus, dass auch die Bodenplatte marode und nicht mehr verwendbar ist. Eine Sanierung hätte für Mehrkosten gesorgt. „Die Bodenplatte ist entfernt und der Rasen gesät worden“, erklärte Eschenlauer. Das war für die Mitglieder der Fraktion Grüne Aktive Laboe (GAL) und auch andere Gemeindevertreter ein Warnsignal. Sie fürchten, dass im buchstäblichen Sinne Gras über die Skateranlage wachsen soll, wie GAL-Sprecher Martin Opp erklärte. Opp wies darauf hin, dass die Bahn in der 2012 beschlossenen Entwicklungsplanung für das neue Hafenumfeld explizit aufgeführt und dafür auch rund 20 000 Euro im Finanzplan enthalten seien. Doch diese Summe reiche laut Eschenlauer nicht für die Sanierung oder eine neue Bahn. Man sei seinerzeit davon ausgegangen, dass die alte Bahn abgebaut, beiseite gestellt und wieder aufgebaut werde. Der Zustand der Anlage und die zusätzlich als marode eingestufte Bodenplatte seien nicht vorhersehbar gewesen, erläuterte Eschenlauer auf die Frage, wo das Geld geblieben sei. Bereits der damalige Bürgermeister Walter Riecken hatte in Sachen Skateranlage kräftig unter Beschuss gestanden. Er hatte sich schließlich mit Jugendlichen getroffen und sich über ihre Wünsche informiert. Über ausgewählte Geräte sei der Assistent des Werkleiters, Martin Göttsch, informiert, so Wiebke Eschenlauer. Im Amt werde derzeit mit Hochdruck nach finanziellen Möglichkeiten gesucht. „Es gibt Hoffnung. Mehr kann ich noch nicht sagen“, so Eschenlauer. Im Amt wartet man derzeit auf die Schlussrechnungen der Firmen. Das Gesamtprojekt muss demnach bis spätestens Ende August abgerechnet sein. Diese zwingende Vorgabe des Fördermittelgebers werde man auch einhalten, ist Eschenlauer überzeugt. asc

 Quelle: Kieler Nachrichten

 

 

Zurück