Geheime Wahl fällt auf Ulrike Mordhorst

Ulrike Mordhorst (SPD) erhielt 13 von 24 Stimmen. Fotos Astrid Schmidt

 

Laboe. Ulrike Mordhorst (SPD) ist neue ehrenamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde Laboe. Die 55-Jährige erhielt in der Sitzung der Gemeindevertreter am Mittwochabend in geheimer Wahl 13 der 24 Stimmen. Gegenkandidatin Beeke Schöneich-Beyer (LWG) unterlag mit neun Stimmen, zwei Vertreter enthielten sich. Sie trete in große Fußstapfen und wolle im Sinne des verstorbenen Bürgermeisters Walter Riecken die Arbeit fortsetzen und sich an der Sache, das Beste für Laboe erreichen zu wollen, orientieren, sagte Mordhorst. Sie setze dabei auf den Dialog und Transparenz. Mordhorst bedankte sich bei der stellvertretenden Bürgermeisterin Wiebke Eschenlauer, die seit dem Tod Rieckens vor zwei Monaten die Amtsgeschäfte geführt hatte. Ein besonderer Dank ging auch an den Assistenten des Werkleiters, Martin Göttsch, für seinen „engagierten Einsatz“. Mordhorst übernimmt mit dem Amt der Bürgermeisterin auch die Aufgabe der Werkleitung. Sie arbeitet seit 2004 in der Gemeindevertretung mit, hatte seitdem als Fraktionsvorsitzende sowie Finanzausschussvorsitzende Verantwortung übernommen und bereits 2008 für das Amt kandidiert. Mordhorst ist halbtags berufstätig und gelernte Kauffrau für Bürokommunikation. Zuvor hatte es auf Antrag der LWG eine Sitzungsunterbrechung gegeben. Es seien noch Gespräche zu führen, so Fraktionssprecher Jürgen Schröder. Der Antrag der Fraktion Wir für Laboe (WfL) auf Rückkehr zum hauptamtlichen Bürgermeisteramt zum 1. Januar 2016 wurde mehrheitlich abgelehnt. Sowohl LWG als auch CDU erklärten, sie sähen es auch als sinnvoll an, dass eine Gemeinde wie Laboe hauptamtlich geführt werde. „Aber die Entscheidung sollten wir nicht zum jetzigen Zeitpunkt treffen, sondern der neuen Gemeindevertretung überlassen“, plädierte Jürgen Schröder (LWG) für eine Vertagung der Entscheidung. „Das Hauptamt wäre eine Chance, wenn wir uns alle einig wären und einen gemeinsamen Kandidaten vorschlagen würden“, erklärte Jörg Erdmann (CDU). Doch angesichts der aktuellen Konstellation sei diese Entscheidung verfrüht, meinte er. Die SPD-Fraktion sei schon immer für einen ehrenamtlichen Bürgermeister gewesen, und Walter Riecken habe gezeigt, dass es funktioniert, sagte Walter Kreft. Infolge der Wahl gab es Umbesetzungen in Ausschüssen. Mit Volkmar Heller und Silveli Müller wurden zudem zwei neue Gemeindevertreter in der SPD-Fraktion verpflichtet. Eine lange Diskussion gab es erneut über die Skaterbahn am Rosengarten. Auf Antrag der SPD und der CDU soll darüber im Werkausschuss weiter beraten werden. Planer und Architekten werden den Sachstand erläutern. Von Astrid Schmidt

Quelle: Kieler Nachrichten

 

 

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