Highlights vom „Open Ship“ bis hin zum Monsterpuschel

Hunderte von Besuchern waren gekommen, um sich die Eröffnung des Hafenumfelds und ihre unterhaltsamen Begleiterscheinungen nicht entgehen zu lassen. Fotos Stoltenberg

 

 

Laboe – 2.402 Tage sind von der Planung bis zur jetzigen Fertigstellung vergangen: Am Sonnabend konnten neu gestaltetes Hafenumfeld und der Rosengarten feierlich eingeweiht werden. Prominenz aus Politik und auch viele Bürgermeister benachbarter Gemeinden und natürlich zahllose Besucher waren gekommen, um Laboes neue „Visitenkarte“ mit einzuweihen. Und die kann sich wirklich sehen lassen. Denn nicht zuletzt dank der Fördermittel und eines Eigenanteils von 800.000 Euro hat sich Laboes Hafenumfeld nebst benachbartem Rosengarten in ein wahres Schmuckstück verwandelt, das modernsten Ansprüchen gerecht wird. Und auch die vorher noch von vielen als Kunst im öffentlichen Raum kritisierten neuen Spielflächen wurden von den kleinen Besuchern der Eröffnungsfeier dankbar angenommen.
Zu Beginn der Planungen wurde das Projekt „Hafenumfeldgestaltung/ Rosengarten“ noch belächelt. Dank der Bürgerbeteiligung entstanden zuerst etwas unbeholfene Skizzen, die unter der Hand als „Teletubbieland“ gehandelt wurden. Andere Kritiker warfen den Planern vor, „ein Paradies zu planen und gerade einmal Geld für zwei Blumentöpfe übrig zu haben“. Da waren aber die Fördermittel schon längst beantragt. Deshalb war es auch nicht, wie von einigen Anwesenden geäußert, „verwunderlich“, dass Ex-Bürgermeisterin Karin Nickenig bei den offiziellen Grußworten zum Mikro greifen durfte. Denn Karin Nickenig ist sozusagen die „Mutter“ der Hafenumfelderneuerung, hat das Projekt entgegen der Meinung mancher Zweifler maßgeblich vorangetrieben. Und das mit Erfolg. Nickenig: „Wir haben bei diesem Projekt Maßstäbe der Bürgerbeteiligung gesetzt.“ Vom ersten bis zum letzten Schritt wurden die Bürger in workshops mit einbezogen. Den „Feinschliff“ steuerten dann die beteiligten Unternehmen bei. Und Karin Nickenigs Lieblingsprojekt wurde nach dem Übergang in den bürgermeisterlichen Ruhestand würdig fortgesetzt. Nickenig: „Wir verneigen uns vor der Leistung Walter Rieckens.“ Wie zuvor Laboes 1. stellvertretende Bürgermeisterin Wiebke Eschenlauer betonte Karin Nickenig, dass die Skateranlage, Laboes Aufregerthema der vergangenen Monate, auf jeden Fall noch möglichst zeitnah gebaut werde. Eschenlauer hatte sich zuvor darüber gefreut, dass „Hafen und Rosengarten die Patina der 60er abgelegt hätten“ und, „die Spielgeräte richtig gut angenommen werden.“ Grußworte steuerte auch die Landrätin des Kreises Plön bei. Nach angenehm kurz gehaltenen Reden hatten große und kleine Besucher unzählige Gelegenheiten, sich zu informieren, zu amüsieren oder satt zu essen. Denn Laboes Veranstaltungsleiterin Bianca Brandes hatte sich schon im Vorfeld über die „enorme Resonanz von Laboer Vereinen und Institutionen“ gefreut. Die Feuerwehr war mit einer Fahrzeugshow vor Ort. Neben der „Berlin“ luden weitere Schiffe zum „Open Ship“. Das Seenotrettungsboot „Walter Rose“ zeigte Rettungsübungen. Auch das nagelneue Infozentrum Schleswig-Holstein der DGzRS konnte in Augenschein genommen werden. Die Meerwasserschwimmhalle lockte nicht nur mit freiem Eintritt und Tag der offenen Tür – in der Eingangshalle konnten kleine Besucher gemeinsam mit dem Team vom Jugendzentrum aus Wolle und Kleber so genannte „Monsterpuschel“ basteln. Der gesamte Rosengarten wurde mit Bungee-Jumping und Hüpfburg zum „Kinderparadies“. Neben den Freunden des Kurparks präsentierten diverse andere Laboer Vereine ihre Aktivitäten. Der VfR steuerte ein Beach Soccer Turnier bei. Einige Künstler und Kunsthandwerker ließen sich bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Und Dieter Roespel zeigte in einem Zelt seine Metall- Kunst-Skulpturen. Die Volkstanzgruppe Laboe präsentierte in der Musikmuschel ihr Können, auf der Bühne neben der Fischküche sorgten neben den „Black Swans“ auch viele andere Live-Auftritte für die musikalische Untermalung. Und natürlich musste auch niemand hungrig nach Hause gehen. Der Weltfischbrötchentag verblasste allerdings etwas neben dem großen Eröffnungsfest. Trotzdem gab es eine eigene Kreation der Fischküche. Ansonsten konnte man in Klassiker wie Krabben- oder Matjesbrötchen beißen oder einfach als maritimer Kostverächter auf Würstchen oder Kotelett vom Schwenkgrill zurückgreifen. Und auch für sportliche Geschmäcker war gesorgt: Standup Paddling, eine putzige Mode-Sportart, bei der man sogar den Vierbeiner mitnehmen kann, wurde ebenso vorgeführt wie der preisverdächtige, aber nicht zum Breitensport geeignete „Luftballon-Weitwurf“. Um 18 Uhr war schließlich Schluss mit Lustig. Philine Stoltenberg
Quelle: Probsteier Herold

 

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