Umweltausschuss hat einen Wunsch

Um eine derart radikale sogenannte Baumpflege zukünftig zu vermeiden, will der Laboer Umweltausschuss eine Liste aller schützenswerten Bäume anlegen. Auf Basis der Baumschutzordnung soll der Erhalt und die Pflege der schützenswerten Bäume dokumentiert wer

 

Laboe (Sy) Wie können erhaltenswerte Bäume besser geschützt werden und was geschieht mit den Knicks in dem ausgewiesenen Neubaugebiet Krützkroog? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Umweltausschuss der Gemeinde Laboe in der vergangenen Woche eingehend.
Andrea Harrje von der Fraktion GRÜNE Laboe erinnerte erneut daran, dass der leider inzwischen verstorbene Bürgermeister Walter Riecken zugesagt hatte, auf gemeindeeigenen Grünflächen ein Pilotprojekt mit Wildblumen-Bepflanzung zu starten. Die von Walter Riecken seinerzeit in Aussicht gestellte Liste dieser Flächen liegt jedoch noch nicht vor, so dass der Vorgang nicht abschließend beraten werden konnte. Parteiübergreifende Zustimmung fand der Vorschlag, schützenswerte Bäume im Ort in einer Liste zu katalogisieren, um einen besseren Schutz zu gewährleisten. Die Mitarbeiter des Bauhofes sollen in der Anwendung von Baumpflegearbeiten geschult werden. Über die Bildung einer Arbeitsgruppe zur Erstellung eines Baumkatasters wurde nachgedacht. Im neu ausgewiesenen Baugebiet Krützkroog befinden sich geschützte Knicks. Andrea Harrje schlug vor, in Zusammenarbeit mit Planern und Architekten dafür Sorge zu tragen, dass diese geschützten Knicks erhalten bleiben, eventuell sogar in die Planung einbezogen werden. Beispielhaft sei hierzu neues Wohngebiet in Preetz, in dem die Bebauung den vorhandenen Knicks angepasst worden sei. Entlang der Knicks seien sogar Spazierwege angelegt worden. Auf Antrag der Grünen beschäftigte sich der Ausschuss mit dem Vorhaben einer Erweiterung des Informationsangebotes in der Dünenlandschaft. Zukünftig werden hier neben den schon regelmäßig stattfindenden naturkundlichen Führungen auch ornithologische Führungen angeboten. Das ist besonders wichtig für die neu entstandene inselähnliche Sandbank. Dieser Platz wird von Zwerg- und Brandseeschwalben als Rastund Ruheplatz genutzt Das Betreten dieser Insel ist verboten. Allerdings sind keinerlei Hinweisschilder vorhanden, die auf das Verbot hinweisen, so dass immer wieder Strandbesucher auch auf dieser Insel anzutreffen sind. Durch die Führungen erhofft sich der Ausschuss eine stärkere Sensibilisierung der Besucher für Flora und Fauna des Naturerlebnisraumes. Ausführlich debattiert wurde über die Frage, zukünftig bei Veranstaltungen auf die Verwendung von Einweggeschirr zu verzichten. Annette Kleinfeld von der Fraktion „Wir für Laboe“ äußerte den Wunsch, ein plastikfreies Laboe anzustreben. „Plastikfrei“ sei zwar illusorisch, betonte sie, aber man könne sich ja an dem guten Beispiel Kiels orientieren. Während der Kieler Woche ist seit einigen Jahren die Verwendung von Einweggeschirr untersagt. Der Ausschuss will an die einheimischen Gastronomen appellieren, bei Veranstaltungen Pfand-Mehrweggeschirr einzusetzen.
Quelle: Probsteier Herold

 

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