Aufpolierte Anlage mit moderner Gestaltung hat Vorzeigecharakter

Früher sahen sie aus wie ein Möwenklo, jetzt präsentieren sich die Stege im Yachthafen mit modernen Materialien und moderner Technik.

Laboe (pst) Gerade wurde Laboes neu gestaltetes Hafenumfeld offiziell eingeweiht. Damit präsentiert sich die Hafen-Sahneseite des Ostseebades in neuem Glanz. Dank Fördermitteln und Eigenanteil erwartet die Besucher jetzt eine rundum aufpolierte Hafenanlage mit moderner Gestaltung, „Laboer Sofa“ und einem Rosengarten, der jetzt seinem Namen endlich alle Ehre macht. Aber auch en detail mausern sich Hafen und Yachthafen mehr und mehr zu einem Vorzeigeprojekt.
Neue Parkplätze, Baumpflanzungen, moderne Bänke und Spielplätze, die mittlerweile von den kleinen Besuchern begeistert genutzt werden: Das Laboer Hafenumfeld wirkt so, als hätte Jemand nach einem jahrzehntelangen partiellen Dornröschenschlaf endlich zum großangelegten Frühjahrsputz aufgerufen. Hinzu kommt das ewig diskutierte neue Infozentrum Schleswig-Holstein der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger als Anbau und Einbau des neuen Rettungsschuppens. Varianten wurden vorgeschlagen und wieder verworfen. Für das Team im Rettungsschuppen erwies sich die Umsetzung als Ideallösung. Was aber angesichts der Feierlichkeiten etwas in den Hintergrund rückte, macht auch Fortschritte. Die Stege im Yachthafen wurden grundüberholt und mit moderner Technik ausgestattet. Was vorher noch eine potenzielle Stolperfalle für Highheels-Träger war, wurde jetzt durch Absatz-schonendes Material ersetzt, das auch widrigen Witterungsbedingungen trotzt. Für reichlich Ärger sorgten allerdings die neuesten Nachrichten zur Sanierung der Sanitäranlagen im Yachthafen. Die Kosten hierfür belaufen sich deutlich höher als zunächst veranschlagt. Das sorgte für Unmut in der vergangenen Sitzung der Gemeindevertretung. Die Schäden wurden allerdings erst im Laufe der Arbeiten zu Tage befördert. Das Thema wird in den entsprechenden Ausschüssen zur Sprache kommen. Bis dahin wurde ein Sanitär-Container neben dem DGzRS-Infozentrum aufgestellt, der zwar nicht besonders formschön ist, aber Seglern alle Möglichkeiten bietet, sauber in See zu stechen. Und auch der zweite SFK-Anleger in Laboe wurde erneuert, nachdem schon der erste „Haupt-Anleger“ für die Fähren der Schlepp- und Fährgesellschaft nach Schäden durch den Zahn der Zeit erheblich beschädigt und danach grundsaniert worden war. Deshalb ist auch jenes Zitat einer Laboe-Besucherin gar nicht nachzuvollziehen, als sie sagte: „Wie, die haben Millionen hierfür investiert? Das sieht doch so aus, als hätte hier mal Jemand nur ordentlich durchgefegt.“ Womit wieder bewiesen wäre, dass neue Besen deutlich besser fegen und dabei bei aller Veränderung den ursprünglichen Charakter bewahren.
Quelle: Probsteier Herold

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