Kopf frei für einen Berg Arbeit

Die neue ehrenamtliche Laboer Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst (SPD) will sachlich und transparent mit allen Fraktionen zusammenarbeiten. Foto Astrid Schmidt

 

LABOE. Ulrike Mordhorst (SPD) ist seit dem 6. Mai ehrenamtliche Bürgermeisterin und Werkleiterin in Laboe. Ihren Beruf hat sie an den Nagel gehängt, damit sie sich nun ganz auf ihre Arbeit für die Gemeinde konzentrieren kann, wie sie in einem Gespräch mit unserer Zeitung erzählt. Ihr größter Wunsch ist eine sachliche und konstruktive Streitkultur und ein respektvoller Umgang miteinander in der Gemeindevertretung. Die formellen Dinge sind erledigt, die technische Ausstattung abgeschlossen. Zurzeit, so Mordhorst, sei sie noch dabei, die Arbeit zu strukturieren. Seit sie die Entscheidung für das Amt getroffen hatte, sei klar gewesen, dass sie ihren Halbtagsjob in einem Laboer Immobilienbüro aufgeben würde. „So habe ich den Kopf frei. Unterstützt werde ich auch zu Hause von meinem Partner, der mir den Rücken freihält“, nennt Mordhorst zwei wichtige Voraussetzungen für ihr neues Amt. Außerdem habe sie Hilfe durch die Amtsverwaltung und von der Werkleitung mit ihrem hauptamtlichen Assistenten Martin Göttsch. Neben den aktuellen Terminen und der Stippvisite bei den Mitarbeitern von Schwimmhalle, Tourismusbetrieb und Bauhof befasse sie sich mit einer Bestandsaufnahme, berichtet die Bürgermeisterin. Wichtigste Frage: Wie ist der Stand der Umsetzung bei bereits gefassten Beschlüssen? Eine wesentliche Aufgabe sieht sie zunächst auch in der „guten Vorbereitung“ der Ausschusssitzungen und der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Fraktionen. Fragen wie die Entwicklung in Sachen Schwimmhalle oder der Kostenentwicklung und Fertigstellung der Sanitäranlage im gemeindeeigenen Jachthafen gelte es sachkundig zu beantworten. Denn der politische Wind wehe kräftig im Ostseebad, weiß Mordhorst. Ein heiß diskutiertes Thema sei die Skaterbahn. „Die alte ist nun mal kaputt und irreparabel. Aber es ist politischer Wille, dass im Rosengarten wieder eine Bahn aufgebaut wird. Dann müssen wir auch über Geld reden, das wir dafür in die Hand nehmen müssen“, erklärt die Bürgermeisterin. Ihr Bestreben sei es auch, das Bild von Kommunalpolitik in der Öffentlichkeit zu verbessern. „Es muss einfach ein anderer Ton herrschen“, meint Mordhorst. Sie setze auf vorbereitende Gespräche im Vorfeld der Sitzungen und hoffe, dass alle beteiligten Fraktionsvorsitzenden auch vertrauensvoll mit den Informationen umgehen. Sie appelliert auch an die Bürger, nicht mit ihren Fragen und Problemen bis zu Einwohnerfragestunden in Sitzungen zu warten: „Ich bin in der Regel ab 9 Uhr im Rathaus anzutreffen, und jeder kann, soweit ich keine anderen Termine habe, mit seinem Anliegen zu mir kommen.“ 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

Zurück