Skaterbahn: Fördermittel reichen nicht zur Finanzierung

Nein, so raffiniert wie in Heikendorf soll die Laboer Skaterbahn doch gar nicht aussehen: den Laboer Skatern würde es schon reichen, wenn sie überhaupt irgendeine befahrbare Bahn hätten. Foto Stoltenberg

Laboe (pst) „Wann können Laboes Skater endlich wieder vor Ort Fahrt aufnehmen?“ Diese Frage stellt sich im Ostseebad nicht erst seit gestern. Denn schon vor rund einem Jahr wurde die Bahn im Rosengarten abgebaut. Die Begründung: Sie sei abgängig, also kaputt und somit nicht mehr nutzbar gewesen. In der vergangenen Zeit sorgte die nicht mehr vorhandene Bahn schon deshalb für heftige Diskussionen, da eine neue Bahn angeblich Bestandteil der Hafenumfelderneuerung sei und deshalb zügig fertig gestellt werden müsste. Denn als Bedingung für die Auszahlung der Fördermittel war als fester Termin die Eröffnung des Hafenumfelds im Mai gestellt worden. Nachdem der Aufbau einer neuen Bahn angekündigt und dann verschoben werden musste, weil zuerst ein neues Fundament gelegt werden müsste, dessen Härtung aber wetterabhängig sei, wurde Gras auf der vorgesehenen Fläche angepflanzt – nicht etwa um Gras über das Thema wachsen zu lassen – sondern um bei der Eröffnung des Hafenumfelds keine visuellen Lücken entstehen zu lassen. So weit, so gut. Bei der letzten Sitzung des Finanzausschusses wurde allerdings entgegen der bisherigen Aussagen bekannt gegeben, dass alle Unterlagen noch einmal überprüft wurden und dabei festgestellt werden musste, dass für eine neue Skaterbahn im Rahmen der Hafenumfeldgestaltung keine entsprechenden Fördermittel vorgesehen waren. Das bestätigte auch Laboes Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst. Für die Skaterbahn bedeutet das, dass wieder nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten gesucht werden muss. Fest steht aber auch, dass die Gemeinde auf jeden Fall wieder eine Skaterbahn für Laboe und möglichst am bisherigen Standort aufbauen möchte. Denn, so Ulrike Mordhorst: „Für die größeren Jugendlichen ist es einfacher, nach Heikendorf zu kommen, um die dortige Skaterbahn zu nutzen.“ Wichtig sei aber, und einige Eltern hätten auch dementsprechende Wünsche geäußert, dass den Skatern bis zu 11 Jahren eine Anlage in Laboe zur Verfügung stehe. Mit Empörung reagierte der Fraktionsvorsitzende der Grünen Aktiven Laboe (GAL). Denn die GAL hatte im Finanzausschuss das Thema zur Sprache gebracht. Weder wurden demnach Haushaltsmittel bereit gestellt, noch Fördergelder beantragt. Opp: „Nun haben wir endlich Klarheit darüber, wie in den letzten Monaten mit dem Bürgerwillen und dem ehrenamtlichen Engagement in Laboe umgegangen wurde. „ Opp weiter: „Immer wieder wurden Bürgern und Gemeindevertretern bewilligtes Fördergeld und Haushaltsmittel für die Skateranlage zugesagt. Nun erfahren wir auf Anfrage, dass nie ein Aufbau der Skateranlage in den Planungen zur Förderung vorgesehen war und somit auch keine Fördermittel zur Verfügung stehen.“

 

Quelle: Probsteier Herold

Zurück