Der Turnverein Laboe feierte mit 115-jährigem Bestehen ein „kleines“ Jubiläum )

Auf dem Schwebebalken machten die kleinen Turnerinnen eine richtig gute Figur. Es ging um die Vereinsmeisterschaften. Fotos: Stoltenberg

Laboe (pst) Na gut, ein richtig rundes Jubiläum war es nicht – aber 115 Jahre sind schon mehr als ein guter Grund, um zumindest ein kleines Jubiläum zu feiern. Seit 115 Jahren zieht der Turnverein Laboe (TVL) immer wieder neue Mitglieder an, die – egal, wie alt sie sind – etwas für ihre Fitness tun wollen. Und dass für jeden Sportlergeschmack etwas dabei ist, zeigte das bunte Festprogramm zum kleinen Jubiläum. Der erste Vorsitzende, Karl-Christian Fleischfresser und sein Vereinsteam freuten sich über den regen Zulauf von Aktiven und vielen Laboern, die sehen wollten, was ihr TVL auch im Jubiläumsjahr zu bieten hat.
Und da gab es Einiges zu sehen: Ausnahmsweise präsentierte sich die Laboer Volkstanzgruppe des TVL ganz „zivil“ und damit ohne die schönen Trachten in ihrem Trainingsraum im Beeke-Sellmer- Haus. Und dass der traditionelle Volkstanz durchaus generationsübergreifend ist, zeigt die große Altersspanne in der Volkstanzgruppe. Denn auch ganz junge Tänzer haben Spaß am traditionellen Tanzen und zeigen damit einen Trend im TVL. Denn der verlockt nicht nur durch sein vielfältiges sportliches Angebot immer wieder neue Mitglieder. Karl- Christian Fleischfresser: „Es gibt viele Sport- oder Turnvereine, deren Mitgliederzahlen sinken.“ Nicht so beim TVL. Denn der ist darum bemüht, den normalen Mitgliedsbeitrag konstant zu halten. Beim TVL gilt nicht: je weniger Mitglieder, desto höher die Beiträge. Das würde so manche Sparte über Gebühr belasten. Vielmehr werden aufwändigere Sportarten in den Kosten angepasst, müssen Mitglieder etwa beim Schwimmen, etwas dazu bezahlen, auch die Handballtrainer werden dadurch finanziert, dass Mitglieder eine Pauschale auf die Trainingsstunden zahlen. Mittlerweile kann der TVL stolze 1.480 Mitglieder sein Eigen nennen. Viele Laboer Familien sind ihrem Verein schon seit Jahrzehnten treu. Die sportliche Leidenschaft wird von einer zur nächsten Generation weiter gegeben. So auch im Fall von Tanja Kurkutsch, die zusammen mit ihren Teamkollegen von der Schwimmsparte eine besonders beeindruckende Präsentation jenseits ihres eigentlichen nassen Elements in der Laboer Schwimmhalle vorbereitet hatte. Eine Fotoausstellung mit verschiedenen Impressionen aus dem Schwimmerleben gehörte ebenso dazu wie eine Video-Präsentation über das Aqua - Jogging. Kleine Rätsler hatten Gelegenheit, beim Schwimmquiz mit Sparten- Maskottchen „Piranha Klaus“ Fragen zu beantworten, die im Erfolgsfall einen Lolli einbrachten. Im abgedunkelten Duschraum machte die Schwimmsparte mit einer eindrucksvollen „Schwarzlicht“- Installation klar, dass sie ihre Meerwasserschwimmhalle behalten will, um weiterhin zu trainieren und Erfolg bei Wettbewerben zu haben. Die Schwimmsparte des TVL, so durfte man am Rande erfahren, arbeitet schon seit einigen Jahren sehr eng mit dem TuS Gaarden zusammen. Währenddessen machten sich die jungen Turnerinnen schon mal warm für die Vereinsmeisterschaften. Und die wurden am Boden, am Reck, auf dem Schwebebalken und an anderen Geräten ausgetragen. Am Nachmittag wurden dann die erfolgreichsten Turnerinnen ausgezeichnet. Im Vorfeld hatten auch schon die ausgewachsenen Basketballer ihr Können gezeigt, außerdem lieferten auch die Mitglieder der Zumba- Gruppe den Beweis dafür, dass man Taktgefühl auch als Nicht Profisportler durchaus mit schweißtreibenden Aktivitäten verbinden kann. Wer es etwas ruhiger, aber nicht minder sportlich angehen wollte, konnte in eine Trainingsstunde der Wirbelsäulengymnastik- Gruppe hineinschnuppern. Und auch Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst ließ es sich nicht nehmen, dem Jubilar und seinen Mitgliedern einen Besuch abzustatten. Dabei informierte sie sich über die Wünsche der TVLer. Zu denen gehört auch ein eigener Fahrradständer, damit die Zweiräder nicht mehr wild an Bäumen geparkt werden. Außerdem wünschen sich die Sportler Parkplätze auf dem Gelände des ehemaligen Gebäudes I der Grundschule. Und wo viele Kalorien verbraucht werden, darf natürlich auch der Nachschub nicht fehlen. Selbst gebackene Kuchen und Torten gehörten ebenso zum kulinarischen Angebot wie ein Freiluft-Grillstand. Dort wurde dann nach vielfältiger körperlicher Ertüchtigung geschlemmt und geklönt.

 

Quelle: Probsteier Herold

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