Jörgensen traf die Welle am besten

Per Jörgensen, Carl-Otto Hedegaard und Peter Secher gewannen die Trudelmaus-Regatta (Foto: hfr)

 

Bei der Trudelmaus-Regatta des Laboer RV kämpften am vergangenen Wochenende 28 Crews mit schwierigen Wind- und Wellenbedingungen. Doch die Folkeboot-Segler erwiesen sich einmal mehr als widerstandsfähig und segelten insgesamt vier Rennen. In einem Auf und Ab der Ergebnisse setzte sich der Däne Per Jörgensen aus Kolding gegen den deutschen Meister Ulf Kipcke (Kieler YC) durch, der zu spät in die Spur fand. Am Sonnabend durchkreuzte eine Unwetterwarnung die Rennplanung der Wettfahrtleitung. Mit viel Glück konnte im schwachen Nordost-Wind eine Wettfahrt über die Bahn gebracht werden. Nur fünf Minuten vor dem Zeitlimit schaffte es Walther Furthmann (YC Strande) als Auftaktsieger ins Ziel – diejenigen, die dicht unter Land auf Wind gehofft hatten, verhungerten. 20 weitere Teams retteten sich über die Linie, bevor das Ziel geschlossen wurde und die Folkeboote per Schlepp vor dem drohenden Gewitter in den Hafen gebracht wurden. Der Abend im neuen DGzRS-Rettungsschuppen wurde umso gemütlicher, auch weil bei einer Tombola unter anderem eine neue Persenning verlost wurde.  Der zweite Tag lockte mit besseren Winden. Bei vier bis fünf Windstärken, später abnehmend, galt es, die pendelnden Dreher von 25 Grad richtig auszufahren. Zudem rollte eine unangenehme Nord-Welle ins Regattagebiet, in der sich zahlreiche Crews feststampften und so Tempo verloren. Per Jörgensen, 2002 Goldpokal-Sieger und damit Ex-Weltmeister der Folkeboot-Klasse, begann mit einem Patzer, ließ dann aber einen dritten und einen zweiten Rang folgen. Damit hatte er mit seinen Crewmitgliedern Carl-Otto Hedegaard und Peter Secher die konstanteste Serie und holte sich als Siegtrophäe ein Folkeboot-Halbmodell. Ulf Kipcke, deutscher Meister 2014 und Goldpokal-Sieger 2000, segelte mit seinem Vater Dieter und Peer Jansen im Vorschiff noch zu zwei Tagessiegen, mit den Rängen acht und 17 hatten sie zuvor aber zu viele Punkte gesammelt, um die Dänen noch von Rang eins zu verdrängen. Als beste Kieler Mannschaft und Sieger des Hein-Dahlinger-Wanderpreises nahmen aber auch sie ein Folkeboot-Halbmodell entgegen. Auch die weiteren Crews waren rundum zufrieden und begeistert vom Ambiente in Laboe, das durch den neugestalteten Hafenbereich eine weitere Aufwertung erfuhr.  Ergebnisse: 1. Per Jörgensen/Carl-Otto Hedegaard/Peter Secher (DK, 23 Punkte), 2. Ulf und Dieter Kipcke/Peer Jansen (KYC, 27), 3. Andreas Granlund/Bent Nielsen/Ole Mathiesen (DK, 29), 4. Siegfried Busse/Uwe Pfuhl/Jan Stoltenberg (SV Kiel, 36), 5. Walther Furthmann/Hans Mrowka/Richard Mühe (YC Strande, 37), 6. Per Rössel/Per Nielsen/Kasper Berens (DK, 37).  

Quelle: Kieler Nachrichten

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