Familienvater muss Geldstrafe zahlen

Laboe/Plön. Auch die von der Verteidigung aufgebotenen Entlastungszeugen bewahrten einen 29-jährigen Kieler nicht vor einer Verurteilung. Wegen Sachbeschädigung hatte die Kieler Staatsanwaltschaft den bereits mehrfach aufgefallenen Familienvater vor dem Plöner Amtsgericht angeklagt. Danach hatte der Angeklagte in der Nacht zum 2. Mai 2014 am Laboer Hafen die zirka zwei Quadratmeter große Isolierscheibe der dort ansässigen Taxizentrale eingeschlagen – ein Vorwurf, den der Angeklagte allerdings bestritt. Für das Gericht stand aber nach der Beweisaufnahme fest, dass der Angeklagte, der anlässlich eines Polterabends in der betreffenden Nacht Gast in einem nahe gelegenen Lokal gewesen war, aus Verärgerung wegen einer verweigerten Fahrt den sich in der Zentrale aufhaltenden Fahrer beschimpft und schließlich die Scheibe eingeschlagen hatte. Den Versuch, mit einer Bank größeren Schaden anzurichten, konnten die Begleiter des Angeklagten verhindern. Das Gericht stützte sich bei seiner Urteilsfindung auf die Aussage des Taxifahrers, der den Angeklagten noch in der Tatnacht identifiziert hatte. Die Aussagen weiterer Partygäste, die darauf angelegt waren, den Angeklagten zu entlasten, reichten nicht für den von der Verteidigung beantragten Freispruch. Eine Geldstrafe von 300 Euro hielten Staatsanwaltschaft und Gericht für angemessen.
Quelle: Kieler Nachrichten

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