Anwohner der Teichstraße machten Unmut deutlich

Anwohner von Teichstraße und den benachbarten Straßen hatten sich mit Transparenten vor der Grundschule versammelt. Ihre Forderung: Die Teichstraße muss Sackgasse bleiben

Laboe (pst) Die Erhöhung der Kurabgabe führte in der vergangenen Sitzung der Laboer Gemeindevertretung zu Diskussionen. Und auch der Vertrag zur Gründung eines Zweckverbandes für Breitbandausbau blieb nicht unkommentiert. Aber zuerst einmal bekundeten Anwohner der Teichstraße und Ostlandstraße ihren Unmut über die geplante zweite Zufahrt zum Neubaugebiet „hinter der Kirche“ mit Transparenten. Hierzu gab es aber noch einigen grundsätzlichen Klärungsbedarf.
Volker Arp, stellvertretender Laboer Wehrführer, nutzte die Einwohnerfragestunde, um zu fragen, wann endlich die Auflagen der Feuerwehrunfallkasse erfüllt würden. Die hatte einige dringend notwendige Neuerungen angemahnt. Und während die durch die Erneuerung des Parkplatzes bereits in Teilen umgesetzt wurden, so Volker Arp, „tüddeln wir hier mit dem Anbau des Schuppens herum. Dabei, so Arp weiter, sei doch hierfür eigentlich schon Geld eingestellt worden. Nach dem zweiten Aufschub befürchtet die Laboer Wehr jetzt, dass ihre Einsatzfähigkeit eingeschränkt werden könnte. Amtsdirektor Sönke Körber räumte ein, dass wohl Geld eingestellt worden sei, die derzeitige Summe von etwas über 51.000 Euro allerdings nicht für die komplette Umsetzung der Maßnahme reiche. So müsse man versuchen, mehr Geld einstellen zu können. Man könne aber auch mit dem vorhandenen Summe die Maßnahme schon in Teilen umsetzen. Für den Zweckverband für einen Breitbandausbau im Amtsbereich haben sich bereits viele Gemeinden entschieden. Der Vorteil: Per Glasfaser können künftig flächendeckend riesige Datenmengen schnell übertragen werden. Und davon profitieren eben nicht nur Kids, die gerne surfen. Für Gemeinden mit einer Breitbandversorgung interessieren auch mehr gründungswillige Unternehmen. Denn die schnelle Datenübertragung spielt in vielen Branchen eine wesentliche Rolle. Und während alle anderen Fraktionen die Idee des Zweckverbandes grundsätzlich begrüßten, hatten Vertreter der CDU ihre Zweifel. Denn eigentlich sei Laboe doch ganz gut versorgt, so der Einwand und: „Wenn wir schon nicht genug Geld für unsere Feuerwehr haben, warum sollen wir hier investieren?“ Sönke Körber gab allerdings zu bedenken, dass eine „ganz gute Versorgung“ im Moment nicht die Lösung sein könnte. Man müsse in die Zukunft planen und in 15 bis 20 Jahren mit anderen Gemeinden mithalten können. Zu konträren Diskussionen führte wiederum die Erhöhung der Kurabgabe. Auch andere Gemeinden wie Schönberg haben ihre Kurabgabe bereits erhöht. Aber eben jene moderate Erhöhung, ging den Vertretern von WfL und GAL nicht weit genug. Vertreter beider Fraktionen wollen einfach verhindern, dass immer wieder die Laboer Bürger zur Kasse gebeten werden. Am Schluss ging es darum, über eine Erhöhung in der Hauptsaison von drei Euro pro Haupt- und 1,50 Euro in der Nebensaison (GAL), einen ähnlich gelagerten Antrag von WfL oder 2,50 Euro in der Haupt- und 1,50 Euro in der Nebensaison abzustimmen. Letzterer erhielt den Zuschlag. Annette Kleinfeldt (WfL) hatte mit einer nicht repräsentativen Umfrage von Urlaubern in Fischrestaurants heraus gefunden, dass viele Urlauber überhaupt nicht wissen, wie hoch sich eigentlich die von ihnen gezahlte Kurabgabe beläuft. Und schließlich sorgte eine Äußerung von GAL für ausgesprochenen Unmut bei den anderen Fraktionen. In der hieß es: „Im Neubaugebiet entstehen über 40 neue Wohneinheiten. Warum sind wir gegen eine Einwohnerversammlung und haben Angst davor, uns mit den Ängsten und Wünschen der betroffenen Einwohner auseinanderzusetzen?“ Nun, von Ängsten oder Ablehnung von Einwohnerversammlungen konnte allerdings auf Seiten der anderen Fraktionen keine Rede sein. Die SPD forderte von GAL sogar eine Entschuldigung. Man sehe nur momentan keinen Sinn darin, eine Einwohnerversammlung zu einem Thema mit diversen Unbekannten zu veranstalten. In die gleiche Kerbe schlug Amtsdirektor Sönke Körber, indem er fragte: „Woher wissen Sie überhaupt, dass dort 40 Wohneinheiten entstehen?“ Weder wüsste man derzeit, wer der Planer sei, noch gebe es ein Verkehrsgutachten. Körber lenkte allerdings im Sinne der frühen Bürgerbeteiligung insofern ein, als man eine Einwohnerversammlung mit dem Charakter eines Bauleitseminars veranstalten könne, um im Vorfeld auch generelle Fragen zum Prozess zu klären. Dieser Vorschlag stieß auf breite Zustimmung. Quelle: Probsteier Herold

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