Hinter jedem Bild eine Geschichte

Heidemarie Kuhn präsentiert ihr Bild von Annemarie Evertsen und erzählt ihre persönliche Geschichte dazu. Die Idee zu dieser Art Ausstellung hatte Kurator Ulrich Vester. Foto Astrid Schmidt

 

LABOE. Mein Bild ist das Motto einer Ausstellung der besonderen Art in Laboe. Im Gemeindesaal der Anker- Gottes-Kirche zeigen 27 Laboer ihre Lieblingsbilder und erzählen dazu ihre ganz persönliche Geschichte, die sie mit dem Bild verbinden. Alle Motive stammen von verschiedenen Malern – ein Garant für eine ungewöhnlich vielseitige Bilderschau. Als Kurator Ulrich Vester die Idee hatte, einmal die Geschichte der Bilder zu erzählen, die in Laboer Wohnstuben hängen, stieß er damit beim Kirchenvorstand sofort auf offene Ohren. „Wir starteten in der Märzausgabe des Gemeindebriefes Anker einen Aufruf, und als erste Interessenten ihre Teilnahme signalisierten, erkannten wir die Vielfalt der Kunstwerke“, erzählt Vester. Dabei sei oft nicht gleich klar gewesen, welches überhaupt das Lieblingsbild sei. Erst als in den persönlichen Gesprächen Familiengeschichten sichtbar wurden, entpuppte sich das eine oder andere als das herausgehobene Bild. So ging es auch Heidemarie Kuhn, die zunächst skeptisch war, ob sie sich überhaupt beteiligen sollte. Doch dank der persönlichen Ansprache von Vester ließ sie sich überzeugen. „Es ist eine tolle Sache, und die will ich unterstützen“, sagt sie. Kuhn stellt eine Ansicht von Trondheim, gemalt von Annemarie Evertsen aus. Die bekannte Laboer Malerin, der die Kirche demnächst eine Ausstellung widmen möchte, habe ihr, damals noch Bürgervorsteherin, dieses Bild geschenkt. Da sie selbst an Trondheim und Norwegen viele Erinnerungen habe, liebe sie dieses Bild besonders, erzählt Kuhn. Mit ihr haben sich noch weitere 26 Laboer bereitgefunden, sich quasi ins Wohnzimmer blicken zu lassen und etwas ganz Persönliches preiszugeben. So zeigen unter anderem auch Joachim Schuldt und Ulrich Vester selbst ein Lieblingsstück. „In dieser Ausstellung steht nicht so sehr die Kunst im Fokus, sondern die Geschichte dahinter, die Kommunikation“, erklärt Vester. Die Besucher können, so sie sich Zeit und Ruhe nehmen, von Bildern lesen, die Wegbegleiter sind, Erinnerungen bergen, von Generation zu Generation weitergegeben werden oder ein besonderes Geschenk waren. 2Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 26. Juli, 11.15 Uhr, im Anschluss an den Gottesdienst, zu sehen sind die Bilder und ihre Geschichten bis Sonntag, 30. August, ebenfalls nach dem Gottesdienst. Öffnungszeiten: sonntags, 11 bis 13 Uhr, dienstags, 10 bis 13 Uhr, im Rahmen der Abendveranstaltungen des Orgelsommers und zur plattdeutschen Lesung Bild und Bibel am 6. August, sowie nach Vereinbarung, Tel. 04343/7637. Von Astrid Schmidt 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

 

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