Lieblingsbilder und ihre Geschichten

Auch Urlich Vester hat sein Bild zur Ausstellung im Gemeindesaal der Anker-Gottes-Kirche beigesteuert

Laboe (pst) Zuerst war es nur eine Idee. Und die förderte sehr ansehnliche Resultate und damit Exponate zutage. Ulrich Vester startete einen Aufruf in der Kirchenzeitung, in dem er nach den Lieblingsbildern der Laboer und ihren Geschichten suchte. Und die Resonanz war erstaunlich. Insgesamt 26 original Bilder und ein Druck zieren derzeit die Wände im Gemeindehaus.
Dazu können die Ausstellungsbesucher von „Mein Bild – Lieblingsbilder und ihre Geschichten“ lesen, wie die Besitzer zu ihnen kamen, was sie ihnen bedeuten oder ob sie sie sogar selber gemalt haben. Am Sonntag, 26. Juli, wird die Ausstellung um 11.15 Uhr nach dem Gottesdienst eröffnet. Unter den Bildern sind auch Werke namhafter Künstler wie Otto Modersohn-Becker oder Ben Siebenrock. Und Ulrich Vester war begeistert über die zum Teil beachtlichen Sammlungen, die einige der Ausstellenden besitzen. Aber nicht nur Laboer, auch Heikendorfer folgten dem Aufruf. Und so entstand eine sehr vielfältige, abwechslungsreiche Ausstellung mit typischen schleswigholsteinischen Motiven, aber auch Stadtansichten aus dem In- und Ausland und abstrakten Werken. Manch ein Laboer hat selber zu Pinsel und Farbe gegriffen, um wie im Fall von Werner Thaidigsmann, die Welle von Laboe zu malen. Achim Schuldt hat einen selbst gefertigten „Roststreifen“ nebst Erklärung zur Verfügung gestellt. Und auch Laboes Kantor Eckhard Broxtermann hat seine Vorstellung von seinem Lieblingsbild im Gemeindehaus wortwörtlich an den Nagel gehängt. Besonders begeistert war Ulrich Vester darüber, dass fast ausschließlich Originale und die zu ihnen gehörenden Texte eingereicht wurden. Und darunter sind spannende Geschichten. So glaubten die Besitzer eines alten Portraits in Öl, dass sie im Besitz des Originals sind – bis das Original für 340.000 Euro im Auktionshaus „Christies“ versteigert wurde. Der Sohn eines bekannten Malers hat ein Bild seines Vaters zur Verfügung gestellt. Und unter den Exponaten ist auch ein Bild, das von einem Patienten in der Psychiatrie gemalt wurde. Ob „das Gebet“ eines polnischen Künstlers oder „die Wasserträgerin“ mit goldenen Elementen in der Kleidung, „die Platane“ eines Ben Siebenrock, die aus unzähligen farbigen Punkten entstand oder die „Speicherstadt am Nidelva“- sie alle sind noch bis zum 30. August im Gemeindesaal der Anker-Gottes-Kirche zu sehen. Geöffnet ist die Ausstellung Sonntags nach dem Gottesdienst von 11 bis 13 Uhr, dienstags zu den Orgelmatineen von 10 bis 13 Uhr und zu den Abendveranstaltungen des Orgelsommers. In lockerer Verbindung zur Ausstellung steht eine plattdeutsche Lesung am 6. August. „Mit rein gor nix fung hei an“ vermittelt Sprach- und Hörbilder zum Thema „Bild und Bibel“, die von Achim Schuldt und Eckhard Broxtermann (Orgel) „gemalt“ werden.
Quelle: Probsteier Herold

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