"Tag der Seenotretter" lockte Hunderte von Besuchern an

Mit einem Überlebensanzug ins 18 Grad "kalte" Wasser. Die Zuschauer waren von den Rettungsvorführungen begeistert. Foto: Stoltenberg

Laboe (pst)  Denn auch vor diesen Ständen bildeten sich am „Tag der Seenotretter“ im Ostseebad lange Schlangen. Schon eine Stunde vor der offiziellen Eröffnung durch Vormann Michael Müller strömten die Besucher zum Laboer Hafen und zum Infozentrum Schleswig- Holstein. Denn die Laboer Seenotretter hatten sich mal wieder Einiges einfallen lassen, um die Besucher am Tag der Seenotretter zu unterhalten und zu informieren. Da störte es auch nicht so sehr, dass der Seaking- Hubschrauber, der eigentlich angekündigt war, wegen eines Defekts nicht kommen konnte. Jörg Ahrend, Leiter des Infozentrums Schleswig-Holstein der DgzRS, war überwältigt vom vorzeitigen Ansturm. Bereits am Vormittag konnten mehrere Förderer gewonnen werden. Später kamen noch viele dazu. Neue Förderer werden bei der DGzRS mit einer Mini-Kreuzfahrt auf dem Seenotkreuzer „Berlin“ belohnt. Und die stach wegen der Vielzahl von Förderern gleich zwei Mal in See. Während sich viele Besucher im Infozentrum amüsierten und informierten, bildeten sich auch wieder lange Schlangen vor dem Laboer Sofa. Denn von hieraus starteten die Gästefahrten mit den Seenotrettungsbooten wie „Walter Rose“. Und auch der Laboer Herrenkochclub hatte alle Hände voll zu tun, um dem Ansturm der hungrigen Besucher gerecht zu werden. Wer weniger Appetit auf Spargelsuppe oder Gulasch hatte, konnte sich am Backfischstand wiederum in eine lange Schlange einreihen. Währenddessen wurde am Tombolastand ein Los nach dem anderen verkauft. Die Gewinner konnten sich über Preise wie Gutscheine, Kaffeebecher, „weinhaltige“ Getränke und als Hauptgewinn ein schmuckes Kettcar freuen. Insgesamt 500 attraktive Gewinne hatten Unternehmen aus der Region zur Tombola beigesteuert. Und obwohl eine wenig angelbegeisterte und nicht regelmäßige Kirchgängerin einen Angelhaken und einen Becher der St. Nikolai Kirchengemeinde mit Samtdessin gewonnen hatte, blieb noch die Freude darüber, mit dem Loskauf etwas für den guten Zweck getan zu haben. Wer das Fahrvergnügen nicht im Maßstab 1:1 suchte, konnte den schnittigen Miniatur-Kreuzern im eigens aufgestellten Becken zuschauen. Denn am Tag der Seenotretter dürfen auch die Modellbauer nicht fehlen, die Kreuzer wie „Berlin“ oder „Hannes Glogner“ und andere mit einer ausgesprochenen Liebe für sich ändernde Details nachgebaut haben. Für einen weiteren Sinn war mit dem Irish Folk von Mick Finnigan gesorgt. Und wieder einmal moderierte Rolf Wannags den gesamten Tag der Seenotretter fachkundig und auch schon mal humorvoll. Im Korb des Drehleiterfahrzeugs der Freiwilligen Feuerwehr Laboe gesellte sich dann auch der stellvertretende Wehrführer Volker Arp zu Wannags, so dass beide eine Zeitlang wortwörtlich „von oben herab“ mit den Besuchern sprachen. Und die verfolgten mit Spannung die Rettungsvorführungen mit Überlebensanzug im Hafen und hatten Gelegenheit, sich beim „Open Ship“ auf der „Berlin“ und den dänischen Heimwehrschiffen „Budstikken“ und „Lyra“ über das Leben und die Arbeit an Bord zu informieren. An Land konnten wiederum mehrere Harley Davidson Motorräder bestaunt werden. Wobei das Wetter den Rettern in die Hand spielte. Denn für einen Strandbesuch war es zu kühl, trotzdem schien die Sonne. Den Abschluss eines sehr gut besuchten Tages der Seenotretter machte schließlich die Feuerlösch-Vorführung der „Berlin“ vor dem Laboer Hafen. 

Quelle: Probsteier Herold

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