Mehr Platz für Laboer Krippenkinder

Laboe. Die Gemeinde will ab November zehn neue Krippenplätze anbieten. Die Schaffung dieser von Eltern dringend benötigten Kapazität für Kinder unter drei Jahren übernimmt der DRK-Ortsverein. „Der Kindergarten soll um eine Krippengruppe erweitert werden, um allen Eltern die Möglichkeit zu geben, ihre Kinder so betreuen zu lassen, wie die berufliche Verpflichtung es vorgibt. Einbezogen wird dabei auch das Strandhaus“, so DRK-Ortsvorsitzender Jan-Hendrik Köhler-Arp.
In der Kindertagesstätte im Bauernvogtredder werden derzeit 120 Kinder betreut. „Wir haben zehn Eltern von Unter-Dreijährigen auf der Warteliste“, sagte Kita-Leiterin Jenny Störmer. Dem Plan nach sollen im oberen Bereich ein Raum der sogenannten Elementargruppe so umgebaut werden, dass ein Krippenraum einschließlich Schlafplatz für zehn Kinder entsteht. Die sogenannte Kombi-Gruppe (drei Tage draußen, zwei Tage im Haus) erhält einen dann auf rund 40 Quadratmeter vergrößerten Raum, in dem derzeit die Außengruppe Strandräuber ihr ab mittags genutztes Domizil hat. „Diese Gruppe wird komplett ausgelagert und bekommt im jetzigen DRK-Strandhaus direkt am Strand einen Gruppenraum“, erläuterte Köhler-Arp die Pläne. Er hatte den Eltern in einem Informationsabend bereits erste Überlegungen vorgestellt, war damit allerdings auch auf Kritik gestoßen. Und auf Sorgen, die man als Ortsverein sehr ernst nehme, so der Vorsitzende. Ein Punkt: „Die Eltern fürchten, die Kinder könnten nach dem Umbau nicht mehr ausreichend Platz haben“, berichtete Köhler-Arp. Diese Sorge sei unbegründet, denn sowohl Amt als auch Heimaufsicht hätten die Pläne positiv bewertet. Auch die Auslagerung der Kinder ins Strandhaus beklagten die Eltern. „Die Kinder kommen am Nachmittag ins Haupthaus, sodass auch die Anbindung gegeben ist“, betonte Köhler-Arp. Kritik gab es auch an der Informationspolitik des Vorstandes: „Die Eltern fühlten sich nicht mitgenommen und vor vollendete Tatsachen gestellt, wie Köhler-Arp erklärte. Doch auch für die „kurzfristig in den Ferien“ anberaumte Informationsveranstaltung gab es für den Vorstand „wichtige Gründe“. „Es waren bis 30. Juni Fördermittel zu beantragen, die wir uns auf keinen Fall entgehen lassen dürfen“, so Köhler-Arp. Außerdem: „Wir können nicht alles im demokratischen Verfahren abstimmen lassen. Bestimmte Dinge sind wirtschaftlichen Notwendigkeiten geschuldet, die das DRK zu bewerten hat“, so Köhler-Arp. asc
Quelle: Kieler Nachrichten

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