Was man vielleicht nicht braucht, aber doch unbedingt haben will

Da kann man schon mal einen langen Hals machen: Auch die Windspiele gehörten zu den vielfältigen Angeboten des Kunsthandwerkermarkts

Laboe (pst) Es gibt Märkte, deren Angebote man nicht unbedingt braucht, aber gerne haben möchte. Wochenmärkte gehören nicht dazu. Beim diesjährigen Kunsthandwerkermarkt konnte man wieder all das erstehen, was manchmal nichtsnutzig putzig, sehr dekorativ oder einfach nur schön ist. Rund 30 Aussteller boten von Formgrillen, über Windspiele und Schmuck auch allerlei Binsenweisheiten auf Tafeln an. Dank des traumhaften Wetters kamen Hunderte von Besuchern zum Hafen, um zu schauen, manchmal zu staunen und auch um das eine oder andere Stück zu erwerben. Ein Formengrill etwa ist kein Grill, auf dem Fleisch oder Gemüse geformt werden. Vielmehr hatten Katrin und Henno Drecoll die Idee, dem jeweiligen Grill auf Kundenwunsch die entsprechende Form zu geben. Küstenbewohner können sich etwa die Kulisse von Lübeck wünschen, Bundeshauptstädter den Umriss von Berlin und Harley-Davidson-Freunde können ihre Maschinen auch innerhalb eines Grills verewigen lassen. So wird das klassische BBQGrill- Prinzip sehr individuell gestaltet. Und Henno Drecoll hatte bei seinen Grillvorführungen jede Menge Zuschauer. Im echten Leben, so erzählte Katrin Drecoll, ist das Ehepaar als Globetrotter und Abenteurer, hauptsächlich in Australien unterwegs. Wer nicht in Grill-Stimmung war, konnte schon fertige Spezialitäten für Zu Hause erstehen. Darunter waren Salamis, feine Pasteten, Konfitüren, Käsesorten oder auch schwedische Lakritze. Wer einen guten Tropfen schätzt, konnte sich am Stand eines Weingutes beraten lassen. Besonders umlagert waren auch die Schmuckstände mit individuell gefertigten Ketten, Broschen oder Ringen. Windspiele waren ebenso im Angebot wie Textilien aller Art und eben jene Tafeln, die mit Sprüchen wie „Der frühe Vogel kann mich mal“ oder „Hier wohnt eine Kampfkatze“ kunstvoll beschrieben waren. Ein besonderer stimmlicher wie instrumentaler Publikumsliebling war „Loma“, der ausnahmsweise alleine und ohne „Lapa“ auftrat. Der Sänger im Friesennerz und bürgerlich „Broder“ war zwar kein offiziell geladener Programmpunkt, sorgte aber am Rande für gute Stimmung. Mit maritimen Melodien und besonderen maritimen Melodien, bei denen sich zum Glück heraus stellte, dass der Komponist „irgendwann mal zur See gefahren war.“
Quelle: Probsteier Herold

Zurück