Alte, aber ewig junge Schönheiten

Rumpf an Rumpf liegen die Klassiker-Yachten im Laboer Hafen. Archivfoto: Stoltenberg

Laboe (pst) Sie heißen „Socorro“, „Utknieper“ oder „Tadaima“ und sind alte, aber ewig junge Schönheiten unter Segeln. Wieder lädt der Freundeskreis Klassischer Yachten zu den „German Classics“ nach Laboe. Und die sind die größte und älteste Regatta klassischer Segelyachten. Das Programm rund um die mehrere Jahrzehnte bis zu über 100 Jahre alten Yachten begann gestern um 19 Uhr mit dem Begrüßungsdrink und läuft noch bis zum Sonntag, 24. August. Von der stolzen 22 Meter langen Yacht über die zwölf Meter Rennyacht bis hin zur schnuckeligen Jolle ist wieder alles vertreten. Mit Schärenkreuzer, Spitzgatter, Folkebooten und Seefahrtkreuzern bestimmt mal wieder die Typenvielfalt das Bild im Laboer Hafen. Und wenn die zeitlos schönen Klassiker zu Besuch im Ostseebad sind, kann man im Hafen quasi „übers Wasser gehen“. Denn der Laboer Hafen ist an diesen Tagen so gerammelt voll, dass man eine Klassiker-Yacht im Extremfall nur dann erreicht, wenn man über sechs andere klettert. Sie sind echte Bootspersönlichkeiten: Dem Freundeskreis Klassischer Yachten liegt es am Herzen, alte Holzyachten zu erhalten oder wieder flott zu machen. Andere Klassiker- Yachten werden im besten Zustand von einer Generation zur anderen weiter gegeben. Rund 150 Yachten unterschiedlichster Typen und Längen aus dem In- und Ausland werden im Laboer Hafen wieder dafür sorgen, dass nicht nur See-, sondern auch Sehleute in Scharen kommen. Und bei schönem Wetter bietet sich den Besuchern des Hafens ein traumhafter Anblick. Im Zentrum der „German Classics“ stehen natürlich auch die unterschiedlichen maritimen Wettbewerbe. Aber viele Teilnehmer kommen auch, um den Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten zu suchen oder einfach nur mal wieder mit dem guten alten Schmuckstück in See zu stechen. Immer wieder ein besonderes seglerisches Highlight ist das Wettsegeln der über hundert Jahre alten Yachten. Nach dem Frühstück starten einige Yachten am heutigen Freitag zu kurzen Wettfahrten in der Strander Bucht. Immer wieder von den Eignern begehrt ist der so genannte „Restaurierungspreis“. Unter unterschiedlichen Gesichtspunkten wie Arbeitsintensität und Originalgetreue wird dabei die Arbeit der Eigner bewertet. Viele der Yachtbesitzer haben mehrere tausend Arbeitsstunden in ihre schönen Yachten investiert. Gleich im Anschluss wird der Preis verliehen. Der Tag klingt mit Live-Musik auf dem Festplatz aus. Am Sonnabend starten die Skipper nach dem Frühstück zur traditionellen Langstrecken-Regatta. Im Anschluss folgt die Preisverleihung. Am Abend lassen die Teilnehmer den Tag mit einer Bilder-Show Revue passieren und mit einer Regatta-Party beenden.

Quelle: Probsteier Herold

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