Mehr Hilfe für Laboer Helfer

Laboe. Die Gemeinde Laboe möchte dem Flüchtlingskoordinationsteam helfen. Nach längerer Diskussion sprach sich der Finanzausschuss aber gegen eine eigenen Haushaltstitel aus und einigte sich darauf, dass Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst das Team aus ihren Verfügungsmitteln unterstützen soll. Derzeit sind 35 Flüchtlinge in Laboe untergebracht. Mordhorst appelliert an die Bürger, dem Amt Probstei weitere Wohnungen für Flüchtlingen zu melden. Die Hilfe koordinieren in Laboe Kai Rönnau, Heidrun Stevens, Claudia Bern und Walter Kreft. Carsten Leonhardt (Wir für Laboe) hatte in der Sitzung finanzielle Hilfen für die Helfer angeregt. In der Diskussion warnten viele Redner davor, andere Hilfsbedürftige zu vernachlässigen, die keine Flüchtlinge sind. „Wir dürfen auch die anderen nicht vergessen“, mahnte Amtsdirektor Sönke Körber. Körber hatte zuvor über den Verlauf des Haushaltsjahres berichtet. Etwas höheren Ausgaben stehen etwas höhere Steuereinnahmen gegenüber, sodass insgesamt alles „auf Plan-Niveau“ ist. Ein Nachtragshaushalt ist nicht erforderlich. Zu den bisher entstandenen überplanmäßigen Ausgaben zählen neben höheren Schul- und Kita-Kosten auch mehr Mittel für Parkscheinautomaten. Verwirrung gab es zum Thema Regenwasserbeseitigung. Die Vorsteherin des Abwasserzweckverbandes Ostufer Kieler Förde, Heike Mews, hatte im August schriftlich um eine Kostenübernahmeerklärung gebeten. Bereits im Juli hatte sie darauf hingewiesen, dass der Bau eines Regenrückhaltebeckens im Kurpark nicht durchsetzbar sei und eine technisch einwandfreie Lösung zur Oberflächenentwässerung nur durch den Neubau eines Regenkanals im Bereich Steiner Weg/Prof.-Munzer-Ring möglich sei. Damit die Planung noch in diesem Jahr beginnen kann, müsse die Gemeinde ihren Kostenanteil bestätigen. Nach Angaben des Verbandes muss die Gemeinde die Hälfte des Planungshororars von 100 000 Euro tragen. Nach längerer Diskussion über die Frage, ob statt einer „Insel-Lösung“ nicht lieber ein Gesamtkonzept erstellt werden sollte, beschloss der Ausschuss einstimmig, dem Bauausschuss die Freigabe der Mittel zu empfehlen – allerdings mit dem Zusatz, er solle inhaltliche Vorgaben machen und die Berücksichtigung eines Konzepts aus dem Jahr 2008 prüfen. chr   

Quelle: Kieler Nachrichten

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