Neuer Flyer über Lernförderung

Laboe. Hilfe holen ist schlau lautet das Motto eines Flyers, mit dem jetzt in Laboe versucht werden soll, Berechtigte besser über ihre Ansprüche auf Unterstützung in Bereichen wie Lernförderung sowie sozialer und kultureller Teilhabe zu informieren. Das vor vier Jahren beschlossene Bundesgesetz über Leistungen für Bildung und Teilhabe soll Kindern aus Familien mit geringem Einkommen mehr Zukunftschancen eröffnen. Weil aber der Anteil der Berechtigten, die ihre Ansprüche tatsächlich wahrnehmen, nach wie vor sehr gering ist, hatte der Bildungsausschuss bereits im Oktober 2013 eine Initiative gestartet, um in Laboe die Wirksamkeit des Gesetzes zu erhöhen. Ein Arbeitskreis hat inzwischen einen Flyer erarbeitet, in dem zahlreiche Adressen in Laboe und Umgebung aufgelistet sind, bei denen Familien und Alleinerziehende Hilfe erhalten können. Unterteilt sind die Angebote in die Bereiche Kultur, Sport und Freizeit sowie Lernförderung, Schulbedarf, Schülerbeförderung, Mittagessen und Ausflüge. Nach einer Überarbeitung liegt nun eine neue Version des Flyers vor. Der Ausschuss empfahl der Gemeindevertretung einstimmig, Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst den Flyer in einer Auflage von 500 Exemplaren drucken zu lassen. Die Verteilung des Flyers übernehmen dann die Mitglieder des Arbeitskreises. Der Ausschussvorsitzende Volkmar Heller hatte außerdem Udo Neumann von der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) in die Sitzung eingeladen, um auf die von ihr seit 2007 in Schönberg betriebene Tafel aufmerksam zu machen. Die Tafel hat zwar ihren Standort in Schönberg, versorgt aber Einzelpersonen und Familien in der gesamten Probstei, die nachweislich nur ein geringes Einkommen haben. Jeden Mittwoch zwischen 14 und 17 Uhr werden gespendete Lebensmittel im Eichkamp 8 in Schönberg abgegeben. Neumann wünscht sich auch in Laboe Betriebe, die Waren zur Verfügung stellen. Wie berichtet, hat die Tafel Probleme, weil immer mehr Betriebe ihre Produkte, die nahe am Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sind, noch zu reduzierten Preisen verkaufen. chr

 

Quelle: Kieler Nachrichten

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