Kurabgabe schlägt wieder hohe Wellen im Hallenbad

Laboe (pst) Bei der Einwohnerversammlung herrschte noch scheinbar eitel Sonnenschein. Jetzt hat der Förderverein wieder seinem Unmut über die neuesten Entwicklungen Luft gemacht: Denn am vergangenen Donnerstag hat die Gemeindevertretung der Erhebung einer Kurabgabe auf den Schwimmhallenbesuch zugestimmt. Der Förderverein Hallenbad Laboe und die Gemeinden der Probstei und des Amtes Schrevenborn hatten sich zuvor laut Förderverein dagegen ausgesprochen. Nach Meinung des Fördervereins verteuere sich damit nur der Eintritt in die Meerwasserschwimmhalle, ohne dass sie direkt davon profitiere, „Die Kurabgabe wird direkt dem Tourismusbetrieb mit einem Defizit von knapp 125.000 Euro zugerechnet, ohne dass dieser Betriebsteil unmittelbare Aufgaben der Schwimmhalle übernimmt“, sagte Hartmut Mai, 1. Vorsitzender des Fördervereins, zur Entscheidung. Und, so Mai weiter, „die Schwimmhalle wird durch die Preiserhöhung in eine nicht akzeptable Wettbewerbssituation gedrängt, die die Bemühungen zum Erhalt der Halle und den Bürgerentscheid untergraben.“ Erst kürzlich habe eine öffentliche Veranstaltung des Fördervereins gezeigt, wie sehr die Gemeinden aus der Region ein Fortbestehen der Halle unterstützten. Genau wie die geladenen Laboer Fraktionsvertreter hätten die Amtsvorsteher Wolf Mönkemeier und Eckhard Jensen die Bedeutung der Halle für das Umland betont. Nach Meinung des Fördervereins müssten die Laboer Parteien aufpassen, dass sie den guten Willen der Nachbargemeinden nicht überstrapazieren, bevor weitere Lösungen diskutiert würden. Letztlich, so Mai weiter, sei es bisher neben einer Gesprächsrunde zum Thema nur der Versuch der Antragstellung zur Förderung eines eines Gutachtens durch die AktivRegion Ostseeküste geblieben. ( Die verhinderte Antragstellung war allerdings nicht Schuld der Gemeinde, sondern entstand durch fehlerhafte Formulare, Anm. der Red.). Durch die Neuanwendung der Kurabgabe, so Mai weiter, müssten die auswärtigen Besucher der MWSH gegenüber den Preisen in Plön, Preetz und Kiel einen unverhältnismäßig hohen Eintrittspreis bezahlen.

Quelle: Probsteier Herold

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