MWSH: In die Hände spucken und loslegen wäre zu einfach

Laboe – Einmal kräftig in die Hände spucken und so schnell wie möglich loslegen: So funktioniert es in Laboe leider nicht immer. Noch vor einiger Zeit war den Laboer Fraktionsvorsitzenden und PRO Schwimmhalle ein überzeugendes Konzept vorgestellt worden, mit dem ein von der Schließung bedrohtes Hallenbad durch viel ehrenamtliches Engagement gerettet werden konnte. Und was hat sich in Laboe daraufhin getan?

Nun, sagen wir es mal so: Immerhin haben beide Seiten wieder ins Auge gefasst, wie auch immer miteinander zu reden. Voraussetzung ist allerdings, dass ein bestimmter Beschluss zurück genommen wird. Aber es gibt auch Erfreuliches zu berichten. Denn in den Sommerferien war das Interesse laut Förderverein der Schwimmhalle und TV Laboe „riesengroß“ an den Kinder- und Tobestunden. Deshalb sollen am Donnerstag, 22. und Donnerstag, 29. Oktober, noch einmal zwischen 16 und 18 Uhr zwei Termine angeboten werden. „Wir konnten die Werkleitung überzeugen, die Kinderund Tobestunde zu wiederholen – dies zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit auf allen Ebenen ist“, freut sich Jan Berg als 2. Vorsitzender des TV Laboe darüber, dass die Zusammenarbeit zumindest schon mal auf dieser Ebene klappt. Jetzt wird der kostenlose Spielund Badespaß fortgesetzt. Jeweils donnerstags trainiert üblicherweise die Schwimmsparte des TV Laboe, die mit 250 Schwimmern einen hohen Mitgliederanteil ausmacht. In den Schulferien wird die Halle dann an bestimmten Donnerstagen den Kindern und Jugendlichen überlassen. Der Förderverein kann allerdings keinen Eintritt verlangen. Das müsste die Gemeinde tun. Und da beginnt das Problem: Denn seit der Infoveranstaltung, in der auch die Fraktionsvorsitzenden von einem „sehr interessanten Konzept“ sprachen, hat sich eigentlich wieder nichts getan. Das Problem, so Hartmut Mai, Vorsitzender des Fördervereins: „Das Vertrauen ist weg. Bevor wir miteinander reden können, müsste der Beschluss zurück genommen werden, dass man nicht mehr mit uns reden will.“ Und den gab es tatsächlich, nachdem beide Seiten es einfach nicht geschafft hatten, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen und sich die Diskussion sehr emotional entwickelte. Bevor man also in die Hände spucken und irgendwann mal – Hartmut Mai: „Da wird noch viel Zeit vergehen.“ – loslegen kann, muss also erst noch ein Beschluss darüber gefasst werden, den damaligen Beschluss, nicht mehr mit PRO Schwimmhalle zu reden, aufzuheben. Das kann aber keine Privatperson von sich aus beantragen. Und ein Licht zeichnet sich am Horizont ab. Denn Michael Meggle ist durchaus auch daran interessiert, dass, „Laboe mal was hinkriegt“. Deshalb ist vorgesehen, dass eine ihm nahestehende Fraktion einen entsprechenden Antrag auf einen Beschluss zur Aufhebung eines Beschlusses stellen wird. Der gesamte Prozess mit dem Vorgang des Miteinander ins Gespräch kommen und der folgenden Zusammenarbeit könnte, und das würde keinen verwundern, wieder „einige Zeit in Anspruch nehmen“. So freut man sich in der Schwimmhalle über den Erfolg der Kinder- und Tobestunde, zu der schon mal 50 Kinder kommen. Die Werkleitungsassistenz sieht den „Riesenerfolg“ allerdings etwas verhaltener. Martin Göttsch: „Wie gut die Halle besucht ist, hängt immer vom Wetter ab.“ Deshalb seien auch mal mehr und dann wieder deutlich weniger Kinder in die Tobestunden gekommen. Förderverein und TV Laboe betonten noch einmal, dass man das Becken und auch einzelne Bahnen privat für verschiedenste Anlässe mieten könne. Martin Göttsch gab allerdings zu bedenken, dass man dann auch für eine kompetente Aufsicht zu sorgen habe und das sei unbedingt ein Rettungsschwimmer oder das weibliche Pendant. Wer Interesse an einer besonderen Location hat, kann sich bei Martin Göttsch per E-Mail an martin.goettsch@laboe.de wenden. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Meeresschwimmhalle. Philine Stoltenberg

Quelle: Probsteier Herold

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