Verhandlungen in Sicht

Gespräche zwischen Gemeinde und Förderverein Pro Schwimmhalle zum Weiterbetrieb des Hallenbades werden wieder aufgenommen. Ziel ist es, den Betrieb an einen Verein zu übergeben. Foto Schmidt

 

Laboe. Das Thema Weiterbetrieb der Schwimmhalle in Laboe sorgte am Mittwoch erneut für eine breite Diskussion und eine überfüllte Cafeteria. Die Laboer Wählergemeinschaft (LWG) konnte sich in der Gemeindevertretersitzung nach einer namentlichen Abstimmung mit ihrem Antrag durchsetzen, Verhandlungen mit dem Förderverein Pro Schwimmhalle aufzunehmen – mit dem Ziel, den Betrieb des Hallenbades an einen noch zu gründenden Verein zu übergeben. Dafür sprachen sich 15 Vertreter aus, neun waren dagegen.  Jürgen Schröder (LWG) forderte die Zusammenarbeit von Gemeinde und Förderverein Pro Laboe unter Einbeziehung der Umlandgemeinden und der Aktivregion Ostseeküste. Sein Vorschlag: Nach dem Muster des Bürgerbades in Nachrodt-Wiblingwerde soll einem Bürgerverein der Betrieb der Schwimmhalle übergeben werden. Die Gemeinde würde Eigentümerin der Liegenschaft bleiben, für die Mitarbeiter gäbe es eine „sozialverträgliche Lösung“ und die Gemeinde müsste sich auf einen Betrag einigen, mit dem der Verein unterstützt wird. „Der Förderverein fordert doch ein, dann sollen wir sie doch in die Pflicht nehmen. Sollen sie die Halle betreiben und wenn es nicht funktioniert, muss sie geschlossen werden.“ Schröder forderte, „endlich wieder an den runden Tisch“ zurückzukehren, „sonst eiern wir hier noch fünf Jahre herum“. Die SPD sieht derzeit nicht den richtigen Zeitpunkt für Gespräche. „Worüber wollen wir sprechen. Wir brauchen Zahlen und Fakten, damit die Gespräche nicht wieder ins Leere gehen“, sagte Volkmar Heller. Auch die CDU will nicht von dem Beschluss, ein Gutachten über die Kosten für Betrieb und Sanierung abzuwarten, abweichen. „Wir haben einen Weg beschlossen, und den wollen wir gehen. Zuerst müssen wir Zahlen haben“, meinte Horst Etmanski. Mit dem Blick auf die Umlandgemeinden fragte er: „Wollen wir die denn wieder ausladen?“ Jörg Erdmann (CDU) kritisierte, dass mit der Festlegung auf einen Trägerverein die Variante „Zweckverband mit den Umlandgemeinden“ ausgeschlossen sei. Die WfL unterstütze „voll“ den Antrag der LWG, sagte Carsten Leonhardt. Er sehe darin keinen Widerspruch zur CDU-Linie. Im Gegenteil: Ein möglicher Betrieb der Schwimmhalle durch einen Verein und die Unterstützung durch die Gemeinde stärke die Position der Laboer, und es sei einfacher, die Umlandgemeinden mit ins Boot zu holen, so Leonhardt.  Inken Kuhn (Grüne) betonte, ihre Fraktion habe immer „für Gespräche“ plädiert, aber hier gehe es auch um Personal, das durch den Antrag sehr in Unruhe versetzt worden sei. Gleichwohl stimmte sie für den Antrag der LWG. Martin Opp (GAL) betonte, es sei ein emotionaler Moment. „Lasst uns den Dialog sofort aufnehmen“, sagte er.  An den Gesprächen sollen neben der Bürgermeisterin auch die Fraktionsvorsitzenden und ein neutraler Moderator beteiligt sein.  

Quelle: Kieler Nachrichten

 

 

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