Denkmal soll als Denkmal sichtbar werden

Der Hafenpavillon in Laboe wurde 2004 unter Denkmalschutz gestellt. Nun soll er eine Plakette dafür erhalten. Foto Astrid Schmidt

 

LABOE. Der Hafenpavillon in Laboe ist 2004 unter Denkmalschutz gestellt worden. Nun soll als sichtbares Zeichen für die historische Bedeutung dieses Gebäudes die Denkmalschutzplakette an dem Haus befestigt werden. Diesem Antrag der Grünen Aktive Laboe folgten in der jüngsten Sitzung die Gemeindevertreter alle Fraktionen. Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst soll mit dem Landesamt für Denkmalpflege in Kontakt treten und die Übergabe der Plakette vorbereiten. Julia Hansen (GAL) betonte, dass die Plakette ein „offizielles Zeichen des aktiven Denkmalschutzes“ in der Gemeinde sei. Besucher seien so in der Lage, den Wert des Gebäudes zu erahnen. Für Detlef Boje vom Verein Ole Schippn Laboe bedeutet dieses äußere Zeichen aber auch, dass die Gemeinde „verpflichtet ist, etwas für die Instandhaltung zu tun“, wie der Laboer sagte. Der Verein hat seit Juni 2001 sein Vereinsheim im Hafenpavillon. Das markante Eckgebäude am Knotenpunkt zwischen Hafen und Rosengarten hat seinen Ursprung in dem ersten Laboer Rettungsschuppen der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger aus dem Jahr 1894. Er hatte ein Tor zur Seeseite, damit das Rettungsboot auf einer Lore in die Förde geschoben werden konnte. Später folgten weitere Anbauten. Die Gemeinde hatte mehrfach über notwendige Maßnahmen der Sanierung beraten. Neben dem Laboer Segelverein Ole Schippn sind dort ein Angelshop und ein Kiosk als Mieter untergebracht. Im Zuge der Hafenumfeldgestaltung war bereits die Zufahrt zwischen dem Hafenpavillon und dem Restaurant Fischküche abgeschafft worden. Drei Poller sorgen dort für eine autofreie Zone. In Betrieb ist der alte Rettungsschuppen durch die Segler, die dort alte Boote restaurieren. Auf Antrag der Fraktion Wir für Laboe soll zudem ein Beschlussmanagement eingeführt werden. Insbesondere soll dadurch sichergestellt werden, dass einmal gefasste Beschlüsse auch zeitnah umgesetzt werden. In verschiedenen Sitzungen waren immer wieder Fragen zu einmal gefassten Entscheidungen aufgetaucht, jüngstes Beispiel war der Bebauungsplan für das Gebiet hinter der Kirche. Auch soll es künftig Fristen für die Vorlage von Protokollen geben. Von Astrid Schmidt

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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