Werkauschuss mit verbaler Vielfalt –

2015 fiel der Hafengeburtstag (Foto aus dem Jahr 2014) wegen der Umfeldeinweihung aus, das Weihnachtsfeuer wird im deutlich kleineren Maßstab veranstaltet: Jetzt regte die GAL an, sich Gedanken um mögliche neue Veranstaltungs-Highlights zu machen. F:Stol

Laboe (pst) Es ist ja nicht so, dass Laboes Kommunalpolitiker nicht auch selbstkritisch sein können. Denn auch beim Werkausschuss wäre der eine oder andere Punkt auf der Tagesordnung nicht unbedingt Anlass gewesen, um lange Diskussionen zu führen. Das hielt die Mitglieder aber nicht ab. Bis Carsten Leonhardt, der eigentlich auch diskussionsfreudig ist, an alle appellierte: „Keine Gemeinde zerredet so viel wie wir. Lasst uns als Fraktionen unsere Hausaufgaben machen.“ Und die bestanden unter anderen darin, über mögliche neue Festivitäten in Laboe zu diskutieren, obwohl manche der althergebrachten Aktionen entweder ganz entfallen oder deutlich verschlankt werden mussten. Einst gab es ein Oktoberfest, das wegen des Protestes von Anwohnern ganz entfallen musste, das Weihnachtsfeuer ist seit seiner Premiere deutlich geschrumpft, der Fischmarkt ist in seiner jetzigen Form ein eher ungeliebtes Kind und die Dorschtage, einst sehr gut besuchtes Angel-Spektakel mit kapitalen Fängen, entwickelten sich auch wegen zu weniger Schiffe und zu vieler Promille zu einer eher mäßig beliebten Veranstaltung. In diesem Moment hat die GAL die Idee, neue Veranstaltungen mit Bürgerbeteiligung in Laboe einzuführen. Da erschien es dann ganz passend, dass Laboes neuer Veranstaltungsleiter Christian-Hendrik Bohnemann vorgestellt wurde, der eben diese möglichen Veranstaltungen mit den Laboern planen könnte. Dafür könnte man ihm oder eher nicht ein Budget zur Verfügung stellen. Möglich wäre doch ein „Hafenfest“ zum Ende der Kieler Woche. Die GAL hatte allerdings nur einen Anstoß geben wollen. Und trotz alledem freut sich der 33-jährige Bohnemann offensichtlich über einen „sehr interessanten Veranstaltungsort". Die Dorschtage finden erst einmal nicht so statt wie bisher. Ulrike Mordhorst teilte aber mit, dass man im Gespräch für eine mögliche Ersatzveranstaltung sei. Bestandteil der Mitteilungen war auch die Treibsel- Lagerung. Laboes anrüchige Anspülungen können auf der Brususkoppel gelagert werden. Außerdem, so Ulrike Mordhorst, gebe es ein Verfahren, mit dem die Restmüllanteile ausgefiltert werden könnten. Zum SFK-Anleger gebe es bisher noch keine Abnahmebestätigung des Wasser- und Schifffahrtsamtes. Noch einmal wurde angesichts des Themas Altersstruktur der Laboer Besucher klar, wie sinnvoll es sein könnte, ein gutes Controlling von Laboes Projekten einzuführen. Die GAL schlug vor, wieder eine Uhr am Hafen aufstellen zu lassen. Der Mietvertrag der bisherigen war gekündigt worden. Ulrike Mordhorst stellte allerdings klar, dass sie nicht bereit sei, für die Installation der Uhr das neue Pflaster am Hafen wieder aufzubrechen. Wiebke Eschenlauer erzählte, dass schon einige Urlauber den Wunsch geäußert hätten, eine Uhr am Strand aufzustellen. Carsten Leonhardt schlug schließlich vor, die Deutsche Städte Medien einzuladen, um sich über Möglichkeiten informieren zu lassen. Und Laboes Skater müssen sich wohl noch gedulden. Denn die Gemeinde wollte ein Planungsbüro für den Fall beauftragen, dass zuerst der Werkausschuss den Wirtschaftsplan 2016 genehmigen sollte – tat er aber nicht.

Quelle: Probsteier Herold

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