Laboe will in die Feuerwehr investieren

Hofft, dass der lange geplante Anbau für die Fahrzeughalle nun endlich kommen wird: Wehrführer Kurt Jahn

Laboe. Schon seit Jahren wartet die Feuerwehr Laboe auf Mittel für einen Anbau an der Fahrzeughalle. Jetzt sind im Haushalt der Gemeinde für 2016 rund 300 000 Euro dafür vorgesehen. Im Finanzausschuss wurde der Beschluss zum neuen Haushalt aber zunächst vertagt. „Das ist nur Flickwerk“, meinte Carsten Leonhardt (Wir für Laboe). Auch Jörg Erdmann (CDU) kritisierte, dass alle Maßnahmen bislang keine Wirkung gezeigt hätten: „Wir verzehren immer noch unser Vermögen.“ Leonhardt wies auch darauf hin, dass es noch keinen Jahresabschluss des Eigenbetriebs gebe: „So kann man keinen Haushalt beschließen.“ Am Ende einigte sich der Ausschuss darauf, dass es zunächst keinen Beschluss zum Haushalt 2016 gibt. Zuvor hatte Uwe Jürß von der Amtsverwaltung den Haushaltsentwurf erläutert. Der ausgeglichene Etat hat ein Volumen von etwas mehr als 8,1 Millionen Euro. Die Steuerhebesätze sollen unverändert bleiben. Nach derzeitigem Stand wird sich die Haushaltslage der Gemeinde im Vergleich zu 2015 geringfügig verbessern, es gibt aber keinen freien Finanzspielraum. Die Rücklage beträgt 279,18 Euro. Der Schuldenstand liegt bei vier Millionen Euro. Steuermehreinnahmen vor allem aus der Einkommen- und Zweitwohnungssteuer stehen geringere Schlüsselzuweisungen und höhere Amts- und Kreisumlagen gegenüber. Die um fast 100 000 Euro geringeren Schlüsselzuweisungen gehen vor allem auf die nach dem Zensus um rund 300 auf 4924 korrigierte Einwohnerzahl zurück. Von den auf etwas mehr als 900 000 Euro veranschlagten Investitionen ist gut ein Drittel (316 000 Euro) für Straßen-, Wege- und Parkplatzbau sowie Straßensanierungen vorgesehen. Für die Restfinanzierung des dritten Bauabschnitts im Freya-Frahm-Haus sind 160 000 Euro, für den Bau eines naturnahen Spielplatzes 20 000 Euro, für die Ausstattung der Grundschule 7700 Euro und für Sanierungsarbeiten am Hafenspeicher 7500 Euro geplant. Für die Feuerwehr sind Investitionen von insgesamt gut 350 000 Euro vorgesehen. Davon sind 270 000 Euro (einschließlich eines Haushaltsausgaberestes sogar 315 000 Euro) für die Erweiterung des Feuerwehrgebäudes und 84 500 Euro für die Ausrüstung der Feuerwehr geplant – davon sind 60 000 Euro für einen mobilen Notstromerzeuger. „So ein Gerät sollte man für Großschadenslagen haben“, sagt Wehrführer Kurt Jahn. Mit den weiteren Mitteln hofft er, dass endlich die von der Feuerwehr-Unfallkasse festgestellten Mängel beseitigt werden können. Der Anbau an die Fahrzeughalle soll sowohl Lagerplatz wie auch einen Stellplatz für ein Fahrzeug bieten, das bislang hinter einem anderen stehen muss. Außerdem soll mit der neuen Höhe von vier Metern für die in einigen Jahren fällige neue Drehleiter vorgebaut werden.

Quelle: Kieler Nachrichten

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