Laboer Edeka-Markt vergrößert sich

Im Frühjahr sollen die Bauarbeiten für die Erweiterung des Edeka-Marktes in Laboe beginnen

Laboe. Der geänderte Bebauungsplan für den Bereich des Nahversorgungszentrums Bullbrücke in Laboe ist auf der Zielgeraden. Die Mitglieder des Bauausschusses verabschiedeten in ihrer Sitzung am Dienstag einstimmig die Festlegungen für die Erweiterung des Edeka-Marktes und die Auslegung des geänderten Bebauungsplans. Vorausgegangen war bereits eine Änderung des Bebauungsplans für die Erweiterung des Aldi-Marktes, der seine Verkaufsfläche von 830 auf 1000 Quadratmeter erhöht. Mit der jetzt beschlossenen Änderung wird auch der Ausbau des Edeka-Marktes Alpen möglich. Er vergrößert sich von jetzt 1100 Quadratmeter auf dann 1400 Quadratmeter Verkaufsfläche. Ein Grund ist auch die hohe Zahl der Touristen im Ostseebad. Markante Änderung: Das Portal wird neu und großzügiger gestaltet. Außerdem wird der Backshop vergrößert und ein Café mit außen gelegenen Sitzgelegenheiten unter dem Vordach sowie einem Kunden-WC geschaffen. Es werden insgesamt auf dem Gelände (Aldi/Edeka) zwischen 130 und 140 Pkw-Stellplätze entstehen. Auf einen Lärmschutz soll zunächst verzichtet werden, da die Betreiber beider Märkte weder nach 22 Uhr öffnen wollen noch eine Nachtbelieferung wünschen, erklärte Planer Oliver Kühle. Das Satteldach des Edeka-Marktes soll fortgeführt und weiterhin als Gründach mit lebenden Pflanzen gestaltet werden. Solaranlagen sind daher ausgeschlossen, die Bäume bleiben erhalten. Kühle geht davon aus, dass die Bauarbeiten im Frühjahr beginnen können. Der Bebauungsplan für die Hafenstraße, das Hafenumfeld und den Kreuzungsbereich Steinkampberg soll weitergeführt werden. Damit scheiterte die Fraktion der Grünen Aktiven Laboe (GAL) mit ihrem Antrag, diesen Bebauungsplan aufzuheben. Dafür war bereits Anfang 2012 der Aufstellungsbeschluss gefasst worden, ohne ihn dann weiter zu bearbeiten. Die CDU plädierte dafür, das Planverfahren fortzusetzen und entsprechende Mittel in den Haushalt einzustellen und konnte sich damit mehrheitlich (sechs zu fünf Stimmen) durchsetzen. „Wir brauchen Baurecht, damit wir nicht wieder zugucken müssen, wie alte Häuser abgerissen und neue Bauten errichtet werden, die wir so nicht wollen“, argumentierte Horst Etmanski (CDU). Zustimmung gab es von den Grünen und der SPD. Die LWG wollte zunächst die Kosten prüfen lassen.  Der B-Plan für das Gewerbegebiet Schwanenweg soll geändert werden. Mehrheitlich entschieden die Vertreter, im Bereich Feuerwehr und Kindergarten den sogenannten „Gemeinbedarf“ festzuschreiben. Hintergrund: Das Areal ist als Gewerbegebiet ausgewiesen, in einem ehemaligen Betriebsgebäude ist derzeit aber die Krippe des DRK untergebracht. Die CDU sieht keine Notwendigkeit, den B-Plan anzupassen. Der Kindergarten sei dort doch nur geduldet. „Wenn der Bedarf denn dauerhaft da ist, muss die Gemeinde eben einen neuen Kindergarten bauen“, sagte Etmanski. Die CDU blieb mit dieser Haltung allein. 

Quelle: Kieler Nachrichten

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