„Was ist schlecht an einem Museum?“

Ist es schlecht, dass im Freya-Frahm-Haus viele Ausstellungen gezeigt werden? Daran schieden sich im Kulturausschuss die Geister

Laboe (pst) Das Jahresprogramm des Freya-Frahm-Hauses (FFH) war wieder Anlass für einige Diskussionen. Befürchtete doch Carsten Leonhardt (Wir für Laboe), dass Laboes neues Bürgerzentrum durch viele Ausstellungen lediglich zu einem Museum mit einigen weiteren Veranstaltungen wird. Neben dem FFH und seinem womöglich zu musealen Charakter stand aber auch der Sachstandsbericht zum Thema Flüchtlinge und Asylsuchende auf der Tagesordnung im Kulturausschuss. Seitdem der Förderverein Freya-Frahm-Haus seinen Namensgeber mit Leben erfüllt, hagelt es immer wieder Kritik wegen des Ausstellungs- Schwerpunktes. So auch am Dienstag. Carsten Leonhardt beklagte, dass einige Laboer den Eindruck hätten, dass das Freya-Frahm-Haus wohl ein Museum sei. Was aber ist schlecht an einem Museum? lautete wiederum die Gegenfrage aus dem Ausschuss. Leonhardt wiederum hätte sich für das Jahresprogramm mehr „soziale Veranstaltungen“ gewünscht. Daraufhin wurde er darauf aufmerksam gemacht, dass er jederzeit seine Vorschläge einbringen und mit den Laboern reden könne. Denn bei dem vorgelegten Jahresprogramm handele es sich erstmal um einen Rahmenplan, der durchaus noch an der einen oder anderen Stelle ergänzt werden könne. Wiederum stieß sich Carsten Leonhardt im Sinne von „Ist das Kunst oder kann das weg?“ an der halb vergrabenen Badewanne im Garten des neuen Bürgerzentrums Insgesamt wurde das Jahresprogramm aber so zur Kenntnis genommen, es wurden aber noch Verbesserungsvorschläge für das Layout der Plakate und Handzettel gemacht. Gute Nachrichten gab es zum Schulentwicklungsplan. Was ihn betrifft, steht Laboe mit einem Klassenteiler von 18.4 sehr gut da. Im Entwicklungsplan spielt auch das Prinzip „Kurze Beine – kurze Wege“ eine zentrale Rolle. Auch hier ist die Laboer Grundschule gut aufgestellt. Und auch die weiterführenden Schulen sind für den Laboer Nachwuchs gut zu erreichen. Kurzum, so Volkmar Heller: „Auch die Schülerzahlen für die Zukunft sehen gut aus. Es kann so weitergehen.“ Keine großen Überraschungen gab es beim Sachstandsbericht zum Thema Asylsuchende und Flüchtlinge. Derzeit sind insgesamt 44 Erwachsene und Kinder im Ostseebad untergebracht – alle in vernünftigen Unterkünften. Der Ausschuss richtete noch einmal seinen Dank an das vierköpfige Flüchtlingshilfe-Team. Und das würde sich wünschen, dass die Sachspenden gezielter eingehen. Denn mittlerweile bräuchte man für sämtliche Spenden eigentlich einen zusätzlichen Lagerraum mit einem freiwilligen Helfer. Hier wurde darauf hingewiesen, dass es auf Kreisebene ein Internetportal gibt, in dem sich die Flüchtlinge Sachen aussuchen können, die sie noch unbedingt brauchen. Noch einmal wurde betont, dass gespendete Kleidung in einem Zustand sein sollte, in dem man sie selber noch tragen oder verschenken würde. Und wer sich direkt ehrenamtlich engagieren will, kann das als Pate. Die werden insbesondere zur Betreuung der männlichen Flüchtlinge noch dringend gesucht. Paten führen die Flüchtlinge durchs Dorf, machen sie mit den wichtigsten Anlaufstellen vertraut. Sie können bei Einkäufen beraten oder Behördengängen. Derzeit besteht eine zentrale Aufgabe der Paten darin, die Asylsuchenden bei Bewerbungsschreiben zu unterstützen.
Quelle: Probsteier Herold  

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