Kita in Laboe kann Gehälter vorerst zahlen

Laboe/Kiel. Das Mitarbeiter-Team der DRK-Kita in Laboe kann durchatmen: Die Novembergehälter werden aus Rücklagen des DRK-Ortsvereins finanziert, für die Dezembergehälter zeichnet sich eine Lösung ab. Die rund 170 000 Euro, die das DRK von einem Laboer Steuerberater verwalten ließ, sind wie berichtet verschwunden. Der Beschuldigte sitzt weiterhin in U-Haft.

Am 2. Dezember wollen das Deutsche Rote Kreuz, dessen Hausbank und die Gemeinde festzurren, wie die Kita finanziell sicher ins nächste Jahr kommt. „Gut die Hälfte des Geldes kann der DRKOrtsverein aufbringen. Wir sind zuversichtlich, dass wir auch für die andere Hälfte eine Lösung finden“, sagt Paul Herholz vom DRK-Landesverband. Man hoffe aber, dass
das fehlende Geld nur zwischenfinanziert werden muss: „Der Landesverband hat eine Versicherung für die Ortsvereine abgeschlossen, um sie unter anderem gegen Straftaten abzusichern. Wir verhandeln zurzeit mit der Versicherung über die Übernahme des Schadens.“ Der Bürgermeister von Laboe, Walter Riecken, betont, dass die Gemeinde selbst das Geld nicht zwischenfinanzieren kann. „Wir sind keine Bank und vergeben auch keine Darlehen. Wir helfen aber gerne, eine Lösung zu finden. Das geht aber nur über rechtlich komplizierte Konstruktionen“, erklärte der Bürgermeister. So dürfe die Gemeinde kein Geld direkt auf das Konto des DRK-Ortsvereins überweisen. Man könne aber Rechnungen für den laufenden Kita-Betrieb wie etwa Stromkosten unter Umständen erst einmal direkt begleichen. „Ziel ist es, die Kita heil in den Januar zu bringen. Dann zahlen wir unseren ersten Abschlag, der den Betrieb der folgenden Monaten sicherstellen wird“, sagt Riecken. Der Bürgermeister geht davon aus, dass der Vertrag mit dem DRK-Ortsverein über den Kita-Betrieb wie geplant bis 2017 weiter läuft. Dann werde voraussichtlich neu ausgeschrieben. Der DRK-Ortsverein und die Kindertagesstätte bemühen sich jetzt, mit neuen Ideen selbst Geld für den Kita-Betrieb zu sammeln – unter anderem mit einem Stand auf dem Laboer Weihnachtsmarkt.

Von Heike Stüben

Quelle: Kieler Nachrichten

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