Bürger sollen bei Planung mitreden

Laboe. Über den Veranstaltungskalender im Ostseebad Laboe sollen künftig auch die Bürger mit diskutieren dürfen. Mit diesem Beschluss folgten die Mitglieder des Werkausschusses einem Antrag der Fraktion Grüne Aktive Laboe (GAL) nach fast einstündiger Diskussion. Hintergrund ist die Kritik an dem schmaler werdenden Angebot insgesamt. Zu Jahresbeginn hatte Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst erklärt, es könnten keine Verträge mit Veranstaltern geschlossen werden, ohne dass ein Wirtschaftsplan verabschiedet sei. Der neue Veranstaltungsleiter Christian Bohnemann legte nun ein Programm für 2016 vor, das 23 Termine vorsieht. Dazu zählen Flohmärkte ebenso wie das Maifeuer, das Hafenfest im Juli, Piratenfest im August, das Weinfest im Juli, die Kunsthandwerkermärkte sowie der Trachtensommer oder der Tag des Apfels im Oktober und das Weihnachtsfeuer.  Die GAL schlug vor, dass die Veranstaltungsabteilung bereits Mitte des Jahres die Angebote für das folgende Jahr erarbeitet und veröffentlicht, um Wünsche und Anregungen noch mit einarbeiten zu können. Dem folgte eine langwierige Diskussion und ein alternativer Beschluss auf Anregung von Wiebke Eschenlauer (Grüne): Die Bürgermeisterin wird im Mitteilungsblatt „Laboe aktuell“ alle Einwohner auffordern, ihre Anregungen und Wünsche einzureichen.  Schlagabtausch über die Kosten: Für die LWG sei „ein Defizit nicht akzeptabel“, sagte Anette Kleinfeldt. Und während die GAL anregte, man müsse mit den Veranstaltungen Geld verdienen, erklärten CDU und SPD, dass sich bei Kultur keine Kosten-Nutzen-Rechnung aufmachen ließe. „Das ist doch eine Summe des Ganzen“, sagte Wilhelm Kuhn. „Wir haben in den vergangenen Jahren daran gearbeitet, dass das Niveau so ist, wie es ist. Um das zu verändern, braucht es Zeit und Geld“, sagte Inken Kuhn (Grüne). asc  
Quelle: Kieler Nachrichten

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