Aldi und Edeka wollen zeitgleich bauen

Abriss und Neubau bei Aldi, Erweiterung bei Edeka: Bei den Märkten am Ortseingang von Laboe stehen in diesem Jahr große Veränderungen an.

Laboe. Noch in diesem Jahr wollen die beiden großen Märkte am Ortseingang von Laboe neu eröffnen. Kommt die Genehmigung des Kreises bis Anfang April, soll der Bau rechtzeitig vor der Saison abgeschlossen werden, anderenfalls startet er nach der Saison. Wie berichtet, plant Aldi Abriss und Neubau, Edeka will erweitern. Im Mai 2014 hatten Vertreter der beiden Unternehmen ihre Pläne im Bauausschuss vorgestellt. Ende 2015 wurden die Änderungen des Bebauungsplans 31 für das Gebiet im Bereich Schwanenweg/Brodersdorfer Weg/Bullbrücke beschlossen, am Dienstag erläutert Planer Oliver Kühle nun im Bauausschuss die Ergebnisse der Auslegung, die keine weiteren Änderungen nach sich ziehen. Beide Projekte wurden einstimmig befürwortet. Kühle erinnerte daran, dass Aldi ein Stück in den Außenbereich geht, und deshalb der Flächennutzungsplan geändert wurde. Ein Ausgleich für den Eingriff erfolgt in Lebrade, weil in Laboe keine Flächen dafür vorhanden sind. Aldi veranschlagt nach Angaben von Kühle für Abriss und Neubau in Fertigbauweise wie in Schwentinental nur rund drei Monate. Während des Baus soll in einem Zelt oder – falls möglich – an einem anderen Standort weiter verkauft werden. Aldi will seine Verkaufsfläche von jetzt 830 auf 1000 Quadratmeter vergrößern. Bei Edeka gehe es nicht um eine Erhöhung des Warenangebots, sondern um eine bessere Präsentation der Waren, erklärte Kühle. Dazu soll der 1100 Quadratmeter große Markt um 300 auf 1400 Quadratmeter Verkaufsfläche erweitert werden. Das Eingangsportal soll neu und großzügiger gestaltet, der Backshop vergrößert und ein Café mit Außenplätzen und einem Vordach sowie einer Kunden-Toilette geschaffen werden. Kühle geht davon aus, dass die Erweiterung bei laufendem Betrieb bei Edeka etwas länger dauern könnte als Abriss und Neubau bei Aldi. Beide Unternehmen sind laut Kühle bestrebt, möglichst zeitgleich zu bauen. Wenn der Kreis die im Januar eingereichten Bauanträge bis Anfang April genehmigt, soll noch vor der Saison – womit die Unternehmen den Beginn der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen meinen – alles fertig werden, sonst wird erst nach der Saison begonnen und Ende des Jahres eröffnet. Beke Schöneich-Beyer (LWG) meinte, wegen der Kieler Woche wäre es besser, wenn der Bau erst nach der Saison starten würde. Eine hitzige Debatte löste der von der Gemeinde angeforderte Bericht des Amts Probstei zum Controlling der Hoch- und Tiefbaumaßnahmen aus. „Wir sehen nicht alles“, erklärte Abteilungsleiter Manfred Aßmann und verwies erneut darauf, dass die Fertigstellungsmeldungen der Firmen nach Straßenaufbrüchen an den Laboer Bauhof weitergeleitet werden. „Es kann nicht sein, dass die Gemeinde das Amt, den Bauhof und auch die Reparaturen bezahlt“, meinte Inken Kuhn (Grüne) und fasste damit den Ärger vieler Ausschussmitglieder zusammen. Zur nächsten Sitzung erwartet sie vom Amt Vorschläge für eine Lösung. Entweder müsse das Amt eine Stelle für Controlling schaffen oder der Gemeinde die Kosten dafür ersetzen.
Quelle: Kieler Nachrichten

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