Laboer Märkte dürfen sich vergrößern

Die Gemeindevertreter gaben grünes Licht für den Neubau des Aldi-Marktes und die Erweiterung des Edeka-Marktes im Laboer Gewerbegebiet. Foto Astrid Schmidt

 

LABOE. Die Gemeinde Laboe ist mit der Erweiterung ihres Gewerbegebietes am Ortseingang einen großen Schritt weiter. Die Ortspolitiker verabschiedeten in ihrer Sitzung am Mittwoch die Durchführungsverträge und die Satzungsbeschlüsse. Damit bekommen die Inhaber der beiden Verbrauchermärkte grünes Licht für den Ausbau. Wie berichtet, sollen sowohl der Discounter als auch der Edeka-Markt baulich vergrößert werden. Damit können sich beide Firmen den veränderten Kundenansprüchen anpassen und ihre Märkte zeitgemäß umgestalten. Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst unterzeichnete vor Ort den Durchführungsvertrag als Grundlage für die Änderung des Bebauungsplans. Eine kontroverse und langwierige Diskussion brachte der Antrag der SPD-Fraktion mit sich. Die wollte den Kioskbetreibern am Hafenumfeld mehr Freiraum für das Aufstellen von „kleinen Angebotsständen“ und ähnlichem gestatten. Die Grünen Aktiven Laboe (GAL) wollten den Antrag gern auf Sitzgelegenheiten erweitern und plädierten für die Gleichbehandlung der ansässigen Geschäftsleute. Gleichwohl sei man nicht für Wildwuchs, sondern wolle Art und Hersteller von Tischen und Stühlen vorgeben, erklärte Martin Opp (GAL). Die Laboer Wählergemeinschaft (LWG) sprach sich vehement gegen die Ausdehnung einer Sondernutzung in dem neu gestalteten Bereich aus. Gerade dieses Sammelsurium von Tischen, Stühlen, Aufstellern, Reklameschildern und „sprechenden Automaten“ sollte durch das Verbot einer Sondernutzung vermieden werden, betonte Carsten Leonhardt (LWG). Auf Antrag von Jörg Erdmann wurde schließlich die Beratung über das Thema in den Werkausschuss verwiesen. Volkmar Heller (SPD) mahnte allerdings die Dringlichkeit an, denn die Saison naht und die Anträge auf Sondernutzung habe die Bürgermeisterin bereits auf dem Tisch, hieß es. Die Grünen regten eine bessere Bedarfsplanung für die Kita- Plätze an. In den vergangenen Jahren, so erläuterte Wiebke Eschenlauer, sei es nur durch viel Kompromissbereitschaft von Vermietern und Mitarbeitern der Kitas gelungen, kurzfristig den Bedarf an Plätzen vor allem für Kinder unter drei Jahren bedienen zu können. „Wir wollen nicht mehr hinterher hecheln, sondern langfristig planen können, um auch den Eltern eine Verbindlichkeit bieten zu können“, sagte Wiebke Eschenlauer (Grüne). Sie fand Bestätigung bei der GAL und der LWG. Laut einstimmigem Beschluss soll nun das Amt jährlich eine aktuelle Übersicht über die vorhandenen Betreuungsplätze in Laboe sowie eine Prognose für die jeweils folgenden vier Jahre vorgelegt werden. So wolle man künftig „ad hoc-Maßnahmen“ vermeiden und eine verlässliche Finanzplanung gewährleisten, so Eschenlauer weiter. asc 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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