Mehrheit im Ausschuss stimmt für eine "Portland"-Vermietung

Unmut äußerten Eigentümer der neuen Wohnungen im Gebiet "Portland" über die Zulassung von Ferienvermietung. Foto: asc

 ........... soll auch künftig die Vermietung von Ferienwohnungen gestattet sein. Einer entsprechenden Änderung im Bebauungsplan stimmten die Vertreter des Bauausschusses der Gemeinde gegen die Stimmen der CDU mehrheitlich zu.  Die Stimmung war eindeutig: Viele der gerade erst nach Laboe gezogenen Eigentümer der Wohnungen machten ihrem Unmut in der Sitzung Luft. Von „Lärmbelästigung, lockerer Urlaubsstimmung und ständigem Mieterwechsel“ war die Rede, auch von einer unrechtmäßigen Nutzung der Wohnungen.  Zum Hintergrund: Nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes 2013 soll es grundsätzlich in einem B-Plangebiet keine benachbarte Nutzung für Wohnen und Ferienvermietung geben. „Damit will man Konflikte vermeiden“, erläuterte Planer Kai Gieseler. Deshalb sei es nun notwendig, Rechtssicherheit herzustellen. Seinem Vorschlag, das „Portland“ von einem allgemeinen Wohngebiet in ein sogenanntes „Sondergebiet Wohnen und gewerbliche Ferienvermietung“ umzuwandeln, folgte der Ausschuss mehrheitlich. „Wir haben von Anfang an ausdrücklich eine Ferienvermietung gewollt“, erinnerte Beeke Schöneich-Beyer (Laboer Wählergemeinschaft/LWG) an die langwierige Planung vor einigen Jahren. Auch die Grünen betonten, dass die touristische Nutzung gewollt sei. Dagegen stimmten die drei CDU-Vertreter: „Wir wollten einen kleinen Beherbungsbetrieb. Es war nicht geplant, dass in jedem Haus einige Wohnungen vermietet werden, erläuterte Jörg Erdmann. Seinerzeit hatte die Landesplanung ihre Zustimmung zum B-Plangebiet verweigert. Neue Gespräche hätten gezeigt, dass aufgrund der aktuellen Rechtsprechung eine solche Zustimmung nun möglich sei, sagte Wolfgang Griesbach vom Bauamt Probstei. Eine gewisse Rechtsuntersicherheit bleibe aber, „wenn jemand ein Normenkontrollverfahren anstrengt, muss man sehen, wie das Oberverwaltungsgericht entscheidet“. Der geänderte Plan wird in etwa drei Wochen öffentlich ausgelegt. dann haben die Bürger Gelegenheit, ihre Bedenken zu äußeren, bevor es zu einem Satzungsbeschluss kommt. asc 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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