Baugebiet ist Anliegern ein Anliegen

Angelika Hildebrandt forderte eine Zweitzufahrt über die Ostlandstraße. Foto Schmidt

Laboe. Für das geplante Baugebiet hinter der Kirche im Laboer Oberdorf soll eine reguläre zweite Zufahrt als Planungsziel festgeschrieben werden. Dafür sprachen sich die Mitglieder des Bauausschusses der Gemeinde Laboe in ihrer Sitzung am Dienstag aus. Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan wurde einstimmig verabschiedet. Doch das war kein Selbstgänger, sondern Ergebnis eines massiven Bürgerappells in der Einwohnerfragestunde. Unter anderem hatten Angelika und Roland Hildebrandt erneut auf die beengten Verkehrsverhältnisse in der Ostlandstraße hingewiesen und eine zweite Zufahrt gefordert. Die Ausschussmitglieder hatten zunächst lediglich eine Notzufahrt für erforderlich gehalten. Sie folgten dann aber einstimmig dem Appell und dem Vorschlag von Günther Petrowski (CDU), „allein schon aus Sicherheitsgründen eine reguläre zweite Zufahrt festzuschreiben“. Planer Oliver Kühle wies angesichts aufgebrachter Emotionen auf das gesetzlich vorgeschriebene Verfahren bei einem Bebauungsplan hin. Der Aufstellungsbeschluss sei zunächst nur ein Signal an den Investor, dass sich die Gemeinde dort eine Planung vorstellen könne, so Kühle. Ob denn überhaupt ein Baugebiet entstehe, werde die jetzt beginnende Planung zeigen. „Die Gemeinde hat viele Probleme zu lösen. Wenn dies nicht möglich ist, kann sie die Planung jederzeit beenden.“ Aufgrund der Lage im Inneren des Ortes sei die aber nicht so einfach, räumte Kühle ein. Problematisch seien neben der Verkehrssituation auch der Natur-und Artenschutz. Außerdem komme dem Denkmalschutz eine besondere Bedeutung zu, da sich das Baugebiet in Nachbarschaft zur Kirche befinden würde. Der jetzt gefasste Aufstellungsbeschluss sei außerdem wichtig für die Kostenübernahme durch den Investor, der die jetzt beginnenden Vorgutachten (Schall, Verkehr, Natur- und Artenschutz, Entwässerung) bezahlen müsse. Die Einwohner werden in einer sogenannten vorgezogenen Bürgerbeteiligung informiert, „gern auch mehrfach“, waren sich alle einig. „Sie werden viel Gelegenheit haben, Bedenken und Anregungen einzubringen“, versprach der Planer. asc

 

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