Rettungsaktionen zum Anfassen am Hafen

Christian Braun vom DRK zeigte Manfred Senger, wie man richtig die Herzdruckmassage macht- der Besucher aus Bayern probierte es sofort an einer Puppe aus.

 

LABOE. Beim DRK konnten Besucher des Blaulichttages in Laboe am Hafen Herzdruckmassage und Beatmung lernen, für Kinder gab es das Bären- Hospital. Bei den Seenotrettern wurde ein Rettungsfloß vorgeführt, und bei der Polizei konnten Kinder in eine Uniform schlüpfen oder einen Streifenwagen basteln. „Das ist eine Wiederbelebung nach vielen Jahren“, freute sich Jan-Hendrik Köhler- Arp, Vorsitzender des Ortsvereins Laboe des DRK, auf dessen Initiative hin der Blaulichttag zustande gekommen ist. Nach dem Streit zwischen der Feuerwehr und der Bürgermeisterin fehlte zwar die Wehr, doch Köhler-Arp stellte fest: „Es ist auch ohne die Feuerwehr ein voller Platz mit vielen Angeboten.“ Allein das DRK aus Ort und Kreis war mit fast 40 Helfern vertreten. Auch der neue Förderverein der Kindertagesstätte stellte sich vor. „Sehr gut, Sie haben gleich den richtigen Druckpunkt“, lobte Christian Braun vom DRK Manfred Senger, der nach Brauns Vorführung selbst die Herzdruckmassage probierte. „Wir oft muss man drücken?“, fragte eine Besucherin, und bevor Braun oder sein Kollege Uwe Köberlein antworten konnten, sagte Senger: „30 Mal.“ Der in Unterschleißheim bei München lebende Senger kommt dreimal im Jahr nach Kiel und zog am Sonnabend gleich weiter nach Laboe. „Man muss den Leuten die Angst nehmen – davor, überhaupt etwas zu tun und davor, an die Menschen heran zu gehen“, betonte Braun. Ganz wichtig sei für Ersthelfer auch, nach einem Verkehrsunfall zunächst an die Absicherung der Unfallstelle und die Eigensicherung zu denken: „Die Schutzweste gehört nicht ins Reisegepäck, die muss griffbereit sein!“ Jörg Ahrend, Leiter des Informationszentrums Schleswig- Holstein der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), zeigte erstmals in Laboe ein beidseitig nutzbares Rettungsfloß, das auch für ältere oder erschöpfte Menschen gut zu erreichen ist: „Normale Rettungsinseln sind schwer zu erklimmen. Dies ist die Treppe aus dem Wasser.“ Zu den ersten Besuchern am Floß gehörten Denise Dede und Thorben Hank aus Stakendorf mit ihrem Besuch aus Scheeßel. Nautikerin Dede konnte bestätigen, dass es mit normalen Rettungsinseln oft schwierig ist: „Gerade wenn die Sachen nass und vollgesogen sind.“ Die DGzRS lud auch zum Open Ship und neue Fördermitglieder zu Begrüßungsfahrten ein. Für Jan-Hendrik Köhler-Arp war nach sechs Stunden und „positiver Resonanz“ der rund 1500 Besuchern klar: „Das wird wiederholt.“ Von chr Quelle: KN 

 

Zurück