Sperrung in der Hochsaison sorgt für Unmut

Aus Verkehrssicherungsgründen sind der Steg L und Teile der Bunkerstation gesperrt. Demnächst sollen Taucher den Zustand unter Wasser untersuchen. Foto Astrid Schmidt

 

LABOE. Die Arbeiten an der Nordmole in Laboe sind nahezu abgeschlossen, die Anleger können nach Auskunft vom Assistenten des Werkleiters, Martin Göttsch, Ende nächster Woche wieder freigegeben werden. In der Sitzung des Werkausschusses hatten Einwohner den Zeitpunkt der Sperrung und der Arbeiten vor dem Hintergrund der Einnahmeausfälle kritisiert. Einwohner äußerten Unverständnis für „eine Sperrung des Anlegers für die großen Schiffe in der Hochsaison“. Wie Martin Göttsch erklärte, sei die Sanierung der Poller (Entrosten und neuer Farbanstrich) Bestandteil des Investitionsplans. „Und Farbe trocknet nun mal im Sommer am besten“, so Göttsch. Die Arbeiten seien nahezu abgeschlossen. Auf seine Anweisung habe zudem der Hafenmeister den Steg L und Teile der Bunkerstation gesperrt. Dort sei die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben. „Da müssen wir so schnell wie möglich ran, Taucher sollen noch im Sommer den Zustand unter Wasser begutachten“, so Göttsch weiter. Strittig waren drei Anträge der LWG. Nach einem Abstimmungspatt blieben die Anfragen auf der Tagesordnung, wurden aber aufgrund ihrer „sehr knappen Formulierung“ von SPD- und Grünen- Vertretern kritisiert. Unter anderem ging es um den „Sachstandsbericht Strandtrauungen“. Sie wisse nicht, was sie dazu berichten sollte. „Es war ein bisschen wie Kaffeesatzlesen“, meinte Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst. Das konnten Zuhörer im Publikum ebenso wenig nachvollziehen wie Annette Kleinfeld und Ausschussvorsitzende Claudia Bern (beide LWG). Die Nachfrage beziehe sich auf einen Bericht aus dem Jahr 2014, laut dem bereits über die Einführung von Strandtrauungen als zusätzliches Angebot nachgedacht werden sollte. „Wir wollen einfach wissen, wie weit dieses Thema gediehen ist. In Nachbargemeinden werden Strandtrauungen angeboten und damit zusätzliche Einnahmen generiert“, so Kleinfeldt weiter. Die Bürgermeisterin konnte dazu lediglich erklären, dass es in Laboe ein solches Angebot nach wie vor nicht gibt. Ihr Vorgänger Walter Riecken hätte seinerzeit darüber nachgedacht. „Aber das ist nicht weiter verfolgt worden, weil dafür besondere Voraussetzungen notwendig sind, wie unter anderem ein überdachter Bereich“, erklärte Mordhorst. Die LWG-Anfrage zur Kalkulation der Hafengebühr beantwortete der Werkleiter mit dem Hinweis auf die gültige Gebührensatzung. Einen Vergleich der Gebührenhöhe zu anderen Sportboothäfen könne er nicht geben, weil die Anfrage nicht konkret genug gestellt sei, meinte Göttsch. Volkmar Heller regte an, bei Anträgen ausführlicher eine Frage- und Problemstellung zu formulieren, damit sich alle Vertreter mit dem Thema im Vorfeld befassen könnten. Von Astrid Schmidt

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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