"Ich bin plietscher geworden“

Joachim und Margitta Moschall aus Kiel schauen Moderator Tim Berendonk bei einem Experiment zu

Laboe. Tim Berendonk hat an der Strandpromenade kein Problem, Leute zu finden, die bei den Experimenten mitmachen. Und am liebsten hört der NDR-Moderator anschließend Sätze wie den von Dorothea Stoltenberg: „Ich bin plietscher geworden.“ Für die neue Folge von plietsch dreht der NDR in Laboe. Im Sand steht die Badewanne mit dem plietsch-Aufkleber. Davor bereiten Berendonk und sein Team das nächste Experiment vor. Die Waage mit dem Glas mit Wasser („ganz frisch aus dem Meer“) kippelt auf dem kleinen Tisch durch den starken Wind hin und her und wird rasch befestigt. Dann spricht der Moderator die ersten Spaziergänger an. „Sie werden auch nicht nass, es passiert nichts Schlimmes“, wirbt er. Fritz und Dorothea Stoltenberg sind sofort dabei. Die Waage zeigt zwei Kilogramm. Tim Berendonk will wissen, ob sich das ändert, wenn er seine Faust in das Wasser hält, dabei aber den Boden nicht berührt. Dann bleibe das Gewicht gleich, meinen die beiden Heikendorfer. Als Berendonk die Faust ins Wasser hält und die Anzeige der Waage höher schnellt, ruft Dorothea: „Nein! Es wird mehr!“ Nicht nur die beiden Heikendorfer, auch viele weitere Teilnehmer sagen ein falsches Ergebnis des Experiments voraus. Berendonk erklärt ihnen, dass er mit der Faust Wasser verdrängt, das deshalb nach oben steigt: „Dieser Druck wird weitergegeben auf den Boden des Glases und das verändert das Gewicht.“ Solche Experimente zum Alltagswissen sind die Spezialität von plietsch. Bei den am Montag gestarteten Dreharbeiten ging es auch darum, wie man lauwarme Getränke rasch abkühlen kann und wie man geschüttelte Getränkedosen oder -flaschen trotz der enthaltenen Kohlensäure „unfallfrei“ öffnet. Heute gibt es einen Großversuch in der Kieler Universitäts-Schwimmhalle. Dabei sollen Sportstudenten gleichzeitig ins Wasser springen. Hintergrund des Experiments ist die Frage, wie sehr der Meeresspiegel ansteigen würde, wenn alle Erdbewohner gleichzeitig in die Ozeane springen würden. Am Donnerstag folgen dann die letzten Dreharbeiten in Laboe. „Für uns ist das hier eine tolle Möglichkeit, unter die Leute zu kommen. Viele kennen uns, die anderen lernen uns kennen“, sagt Redakteurin Meike Neumann, die mit ihrer Kollegin Michelle Riebesel, Redakteurin der Sendung Mein Nachmittag, die Dreharbeiten organisiert. Für plietsch im Urlaub haben sie sich zusammengetan und erstmals zu Experimenten am Strand eingeladen.
Quelle: Kieler Nachrichten

 

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