Studt bringt wenig Hoffnung mit

Stefan Studt erhält von den Laboern 2647 Unterschriften gegen die Schließung der Polizeistation. Foto: Th. Christiansen

Exakt 2647 Unterschriften für den Erhalt der Polizeistation in Laboe wurden Innenminister Stefan Studt am Dienstagnachmittag vor dem Polizeigebäude überreicht. „Das können Sie doch nicht einfach schließen“, meinte Carsten Leonhardt (Laboer Wählergemeinschaft) und ergänzte: „Das Sicherheitsgefühl der Bürger müssen wir ernst nehmen.“ Auch Walter Kreft (SPD) hatte die Unterschriftensammlung unterstützt und erklärte: „Wir freuen uns, dass wir durch die Aktion erreicht haben, dass Sie zu uns gekommen sind.“ Mitgebracht hatte der Minister allerdings nichts. Erst vor wenigen Wochen hatte Studt nach der Resolution des Plöner Kreistags für den Erhalt der Polizeistation erneut deren Aus bekräftigt und stattdessen ab 2017 regelmäßige Sprechstunden während der Sommermonate in Laboe angekündigt. „Ich kann nicht in Aussicht stellen, dass sich irgendetwas ändert“, sagte Studt in Laboe. „Ich weiß, dass das keine Freude auslöst“, meinte der Minister. Er nehme die Unterschriften gern entgegen und nehme die Sorgen auch sehr ernst, aber die Strukturveränderungen seien eben „einfach notwendig“, so Studt. „Wir wissen, dass wir zu wenig Kollegen für alle Aufgaben haben“, räumte er ein und erinnerte an den Beschluss der Landesregierung: „Wir stellen jetzt mehr ein.“ Die Ausbildung dauere aber einige Zeit.  Es sei erforderlich, jetzt Strukturen zu schaffen, die groß genug seien, um Präsenz zu sichern: „Der Dorf-Sheriff, der tagsüber in der Wache ist und abends in der Kneipe sitzt, passt nicht mehr in die Zeit und in die Struktur.“ chr 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

Zurück