Skaterbahn neu an fast gleicher Stelle?

Laboe (pst) Laboes Skater müssen wohl schon bald nicht mehr nach Heikendorf ausweichen, um Fahrt aufzunehmen: Wenn erst einmal alle Unklarheiten beseitigt sind, plant die Gemeinde, neue Elemente für eine Skaterbahn anzuschaffen und an beinahe der gleichen Stelle aufzubauen wie bisher. Aber auch die mögliche Zukunft des alten, maroden Grundschulhauses I, das 1876 gebaut wurde und das Freya Frahm-Haus waren Themen in der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses. Und der konnte dank einer technischen Neuanschaffung ein Bild auf die große Leinwand projizieren. Die Skaterbahn in Heiligenhafen stand allerdings noch auf dem Kopf, und auch das geballte Know How aller Anwesenden konnte es nicht gerade rücken. Aber Gemeindevertreter und Ausschussmitglieder arbeiten daran. In der Vergangenheit hatte es viel Aufregung um die Skaterbahn und ihren Standort gegeben. Also haben sich die Gemeindevertreter noch einmal Gedanken gemacht. Dabei stellten sich unter anderem die Fragen danach, ob Laboe eine Skaterbahn braucht, ob sie an gleicher Stelle entstehen soll und ob sie nicht moderner und somit ansprechender sein sollte. Die alte Skaterbahn jedenfalls ist laut Walter Riecken „abgängig“. Was soviel wie völlig kaputt bedeutet. Denn waren die Betonelemente schon vorher marode, so wurde ihnen durch den Abbau der Rest gegeben. Rund 15.000 Euro wären nötig, um sie wieder zu reparieren. Die Skaterbahn ist Bestandteil der Hafenumfeldgestaltung. Jetzt plant die Gemeinde für 15 bis 20.000 Euro neue Elemente anzuschaffen und an gleicher Stelle, nur etwas versetzt zum Sandweg, aufzubauen. Im Vorfeld will man sich aber mit den Bahnnutzern zusammensetzen, um sich über ihre Wünsche und Bedürfnisse zu informieren. Eigentlich ist die Finanzierung durch Fördermittel gedeckt. Sollten Mehrkosten entstehen, könnte die Gemeinde noch auf Mittel für Spielgeräte oder den Tourismus zurückgreifen. Auf der kommenden Sitzung des Ausschusses im Februar soll dann Genaueres entschieden werden. Die Arbeiten am Freya Frahm-Haus gehen zügig voran. Ein konkretes Nutzungskonzept kann allerdings erst entwickelt werden, wenn man weiß, „wie die Räume wachsen“. Denn schon aus statischen Gründen mussten bereits Mauern weichen. Noch weiß man nicht, wie die Raumaufteilung sich danach gestaltet. Aber schon jetzt kündigte Bürgermeister Walter Riecken an, dass es „nicht einfach wird, eine Stiftung zu gründen.“ Sorgen bereiten der Gemeinde nicht die Investitionskosten, sondern die laufenden Kosten. Auch wird es nicht möglich sein, dass Frahm -Haus komplett barrierefrei zu gestalten. Für die spätere Nutzung müssten Ideen gefunden werden, die, so Riecken, „nicht so einseitig sind wie die derzeitige Ausrichtung des Fördervereins.“ Und noch ein altes Haus sorgte für Diskussionen: Das Grundschulgebäude I rottet schon seit einigen Jahren vor sich hin, und längst wurde entschieden, es abzureißen. Der Frage, wie man einen Naubau an der Stelle nutzen könnte, haben sich indes die GRÜNEN gewidmet. Vorstellbar sei nach ihrer Ansicht ein „Mehrgenerationen Familien-Zentrum“, angedacht wurde auch die Schaffung von Krippenplätzen, man könne aber auch den Bedürfnissen der offenen Ganztagsschule Rechnung tragen. So viel steht fest: Einige der Ideen sind bereits früher angedacht worden, die Kosten für den Abriss sind im Haushalt eingestellt. Carsten Leonhardt (Wir für Laboe) gab zu bedenken, dass man kein Konkurrenzkonzept zum Frahm-Haus entwickeln solle. Eva Wenzel erinnerte daran, dass schon mal entschieden worden sei, dass an der Stelle ein Parkplatz für die VHS und ein Kräutergarten entstehen sollten. Aber noch ist gar nichts konkret entschieden. Deshalb soll sich ein Arbeitskreis weiter mit der Ideenfindung beschäftigen. Mit einem neuen, zusätzlichen Tagesordnungspunkt erwies sich die Gemeinde Laboe als ausgesprochen vorausschauend: Weil es immer deutlicher wird, dass der Zuzug von Asylanten und Flüchtlingen deutlich ansteigen wird, will sich das Ostseebad möglichst frühzeitig Gedanken über eventuelle Unterbringungen machen.

Quelle: Probsteier Herold

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