Einblicke in die Seenotrettung

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger baut am Hafen in Laboe ein neues Infozentrum. Leiter Jörg Ahrend zeigt die Dachterasse. Foto Christiansen

 

Laboe. Der Anbau am Rettungsschuppen steht längst, jetzt ist auch der Innenausbau fertig, und das neue Informationszentrum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Laboer Hafen wird langsam gefüllt. Die Eröffnung ist für den 28. März geplant. 

Von Thomas Christiansen 

„Das ist das Herzstück des Infozentrums“, sagt dessen Leiter Jörg Ahrend, als wir in dem neuen Anbau stehen, in dem die Handwerker gerade noch den Fußboden schleifen. Hier sollen mehrere Modelle von Seenotkreuzern stehen. An Bildschirmen werden sich die Besucher die Geschichte der Seenotrettung darstellen lassen können, an den Wänden werden Infotafeln und Fotos hängen. Dazu hofft Ahrend noch auf die Hilfe der Laboer: „Wir suchen noch alte Fotos. Nur in Laboe gab es drei Rettungsschuppen an einem Ort, aber wir haben  kaum Fotos davon.“ „Ich möchte das hier topmodern gestalten, aber die Historie dabei nicht vergessen“, erläutert Ahrend das Konzept des neuen Informationszentrums direkt am Hafen. Eine große Attraktion dürfte der Schiffssimulator werden. „Urlauber und Besucher können dann selbst einen Seenotfall nachstellen“, erklärt Ahrend. Außerdem wird es ein Empfangsforum, einen kleinen Verkaufsbereich und einen großen Bildschirm für das Küstenkino sowie auch eine Bastelecke für Kinder geben. An der Rückwand soll bald ein besonders großformatiges Bild hängen, noch hat Ahrend sich aber für kein Motiv entscheiden können. In dem neuen Informationszentrum werden insgesamt rund 40 ehrenamtliche Mitarbeiter der DGzRS abwechselnd tätig sein. Auf dem Anbau ist eine große Dachterrasse mit herrlichem Blick auf den Hafen entstanden, in dem derzeit der Seenotkreuzer „Hannes Glogner“ einsatzbereit liegt, weil die „Berlin“ turnusmäßig in der Werft ist. Hier oben plant Ahrend unter anderem Ferngläser für Besucher, eine Wetterstation und Flaggen. Nebenan im neuen Obergeschoss sind Büros und der neue Schulungsraum für die Seenotretter untergebracht, unten im alten Gebäude ist die Werkhalle. „Mir ist es wichtig, die Baukonstruktion zu erhalten. Man soll sehen, dass das hier ein Rettungsschuppen war.“ 

 

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