Laboe: Streit um Gespräch

Laboe. Wehrführer Kurt Jahn und Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst hatten den Streit zwischen Feuerwehr und Gemeinde – bei dem es auch um Gebührenerlasse ging – für beendet erklärt und dies bei der Übergabe des längst nicht mehr neuen Löschfahrzeugs nach außen so demonstriert. Tatsächlich scheint das Verhältnis weiter angespannt. Für Montag, 10. Oktober, hat die Wehr alle Gemeindevertreter zum Gespräch eingeladen, doch schon im Vorfeld gibt es wieder Streit, weil die SPD-Fraktion dem nicht folgen will. Das hatte Carsten Leonhardt (LWG) in der Sitzung der Gemeindevertretung als „Unding“ kritisiert und für noch schärfere Formulierungen einen Ordnungsruf der Bürgermeisterin eingefangen. Ulrich Schaefer (GAL) hatte erklärt: „Wir haben den Eindruck, dass die Gemeindevertretung nicht über alles informiert wird.“ Die SPD-Fraktion „wünscht sich sehr, dass die Feuerwehr sehr bald wieder ohne Belastungen und Einschränkungen“ arbeiten kann, heißt es in einem Schreiben an die Wehr. Der „schon viel zu lange andauernde Streit“ habe zu überflüssigen Diskussionen geführt. Die SPD meine, der Dissens könne nur zwischen den bisher Beteiligten, Feuerwehr und Verwaltung (Gemeinde und Amt), aufgelöst werden: „Wir sehen es nicht als unsere Aufgabe als Gemeindevertreter an, uns einzumischen.“ Um diesen Dissens gehe es ihr aber nicht mehr, denn der sei geklärt, heißt es in einem Antwortschreiben der Feuerwehr, das an alle Gemeindevertreter ging. Es gehe „jetzt nur noch um die Umsetzung innerhalb der Gemeinde“. Das Gespräch bezeichnet die Feuerwehr als „die letzte Möglichkeit, nachzuholen, was in der Vergangenheit zu wenig passiert ist, nämlich miteinander zu reden“. chr

Quelle: Kieler Nachrichten

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