Laboer Eigenbetrieb weiter ohne Wirtschaftsplan

 

LABOE. Dem Jahresabschluss 2015 des Eigenbetriebs der Gemeinde Laboe hat der Werkausschuss im zweiten Anlauf zugestimmt, doch der Wirtschaftsplan 2017 fiel bei Stimmengleichheit durch. Mit nur einer Woche Abstand tagte der Werkausschuss gleich zweimal, um über den Eigenbetrieb zu diskutieren. Nachdem das Thema Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 2015 zunächst vertagt worden war, wurde er eine Woche später gegen die Stimmen der LWG festgestellt. Der aktuelle Wirtschaftsplan 2017, der einen Verlust von knapp 581 000 Euro und eine Kreditaufnahme von knapp 334 000 Euro vorsah, führte zu ausgiebigen Diskussionen über die Verschuldung der Gemeinde und gleichzeitig zu neuen Wünschen. Die SPD wollte 20 000 Euro zusätzlich für eine Beratung zum Tourismuskonzept, die LWG wollte die Mittel für die Skateranlage von 60 000 auf 100 000 Euro erhöhen – beides wurde schließlich jeweils mit knapper Mehrheit abgelehnt. Bei der Abstimmung über den Wirtschaftsplan 2017 stimmten dann fünf Ausschussmitglieder von SPD und Grünen dafür, fünf von LWG und CDU dagegen, der Ausschussvorsitzende Marc Wenzel (GAL) enthielt sich – damit ist der Wirtschaftsplan nicht beschlossen. Nun sind noch der Finanzausschuss und die Gemeindevertretung mit dem Thema beschäftigt. Der Antrag der GAL, der Arbeitskreis Finanzen solle andere Organisationsformen als Alternative zur Weiterführung des Eigenbetriebes in seiner jetzigen Form vorschlagen, wurde im Werkausschuss mit knapper Mehrheit (fünf zu vier bei zwei Enthaltungen) abgelehnt. chr 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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