Laboe sucht nach einem Konzept für das Kik-Gebäude

Das ehemalige Gebäude des Discounters Kik im Laboer Gewerbegebiet Schwanenweg steht seit Jahren leer. Die Bürgermeisterin der Gemeinde Laboe will nun die konkreten Preisvorstellungen des Eigentümers erfragen.

Laboe. Über die Verwendung des früheren Gebäudes des Discounters Kik in Nachbarschaft zur Feuerwehr berieten die Mitglieder des Finanzausschusses der Gemeinde Laboe in ihrer jüngsten Sitzung. Auf Antrag der LWG soll Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst die Preisvorstellungen beim Eigentümer erfragen. Ein Konzept für eine Verwendung der Immobilie gibt es noch nicht. Das ehemalige Kik-Gebäude im Laboer Gewerbegebiet Schwanenweg steht seit Jahren leer. Bereits 2014 wurde in der Gemeindevertretung darüber nachgedacht, die Immobilie zu erwerben. 2015 hatte die Bürgermeisterin einen Kaufpreis erfragt, geschehen ist bisher nichts. Auf Initiative der LWG kam das Thema nun auf die Tagesordnung. Die SPD scheiterte mit ihrem Antrag, die Diskussion darüber unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu führen. Mit neun zu zwei Stimmen (CDU) wurde beschlossen, die Bürgermeisterin solle die aktuellen Preisvorstellungen des Eigentümers erfragen. Das Kik-Grundstück, so Oliver Nazareth (LWG), könnte unter anderem die Situation der Kinderbetreuung in der Gemeinde „nachhaltig entspannen“. Die CDU erklärte, man dürfe nicht um jeden Preis eine Immobilie kaufen, eine Beratung über die Kita-Nutzung habe es bisher nicht gegeben, so Jörg Erdmann. Auch von den Grünen gab es Gegenwehr, sie meinten, man müsse das Gebäude mit anderen Immobilien vergleichen und vorher wissen, was es koste. Die SPD meinte, es sei grundsätzlich richtig, jetzt Immobilien zu erwerben, aber nicht zu jedem Preis, so Dieter Rauschenbach. Die Bürgermeisterin wies darauf hin, dass es bisher kein Konzept zur Verwendung des Gebäudes gebe. „Möglichkeiten und Bedarfe gibt es viele, wie beispielsweise für die Erweiterung der Feuerwehr“, erklärte Mordhorst. Amtsdirektor Sönke Körber riet, im Zuge der Haushaltsberatungen vorsichtshalber entsprechende Kreditbedarfe einzuplanen, um im Falle einer Kaufabsicht auch handlungsfähig zu sein. Den Wirtschaftsplan 2017 für die Eigenbetriebe wollte die CDU nicht beraten. „Der zuständige Ausschuss hat den Plan abgelehnt, worüber also sollen wir jetzt reden“, fragte Jörg Erdmann. Die anderen Fraktionen sahen das anders. Folge: Der Wirtschaftsplan wurde nicht nur beraten, sondern auch mehrheitlich (gegen die Stimmen der LWG) beschlossen. Die CDU enthielt sich. Mehrheitlich beschlossen wurde auch der Haushalt 2017, der nicht nur ausgeglichen werden konnte, sondern auch einen freien Finanzspielraum von rund 17 000 Euro aufweist, aber auch einen Schuldenstand von neun Millionen Euro. Ein Schwerpunkt: 340 000 Euro sind für die Sanierung von Straßen vorgesehen. asc

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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